16-mal eine Eins vor dem Komma

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Sie waren die Schulbesten am Annette-Kolb-Gymnasium und wurden von Schulleiter Bernd Amschler für ihre Leistungen gewürdigt: Christina Steinbacher (Notendurchschnitt 1,1), Malin Knorr (1,2), Elena Haider (1,4), Heidi Kühnemann (1,4), Ramona Heckl (1,5) und Sophie Winkler (1,5, von links). Foto wittenzellner

Traunstein - Über eine würdige Abiturfeier am Annette-Kolb-Gymnasium konnten sich die überwiegend weiblichen Abiturienten, Lehrer sowie die Familienangehörigen freuen.

Aus der Hand von Schulleiter Bernd Amschler bekamen die 64 G8-Abiturienten nach einem rund dreistündigen Programm das lang ersehnte Abiturzeugnis überreicht.

Fast ausschließlich strahlende Gesichter waren zu sehen und so manche Glücksträne floss bei der stürmisch bejubelten und beklatschten Übergabe der Zeugnisse, die nun viele Abiturienten nutzen werden, um sich in verschiedenen Studiengängen eine beruflich erfolgreiche Zukunft zu sichern. Eine Reihe von Abiturienten wechselt aber auch mit dem erfolgreichen Abschluss in die Berufswelt.

Amschler gab den Anwesenden in der voll besetzten Schulaula noch einen kleinen Lateinunterricht mit: "abire" sei das Wort, von dem sich das "Abitur" ableite, was er mit "davongehen" übersetzte. Die Überreichung der Zeugnisse mit dem erreichen der "Allgemeinen Hochschulreife" habe für die Schulgemeinschaft und vor allem die erfolgreichen Schüler mit Abschied nehmen zu tun. Die vermittelte Bildung sei nicht nur "ein Berg von Wissen", sondern solle als eine Haltung zum Leben begriffen werden. Der Schulleiter wünschte den "Davongehenden" Mut zum Handeln, aber auch "Freude und Lust am Tun." Auf die Generation kämen wichtige Aufgaben zu: "Wir brauchen euer Wissen, Engagement und eure Kreativität."

Elternbeiratsmitglied Birgit Haider machte stellvertretend für die Elternschaft der Abiturienten deutlich, dass gerade auch die Familien und insbesondere Eltern oft "geschoben und gezogen haben, wenn eure Kraft nicht mehr ausgereicht hat". Sie ermutigte sie, sich in "Rückschritten und Warteschleifen nicht entmutigen zu lassen."

Schule aus der Sicht der Abiturienten stellten auf humorvolle Art Klara und Julian dar. Sie zeigten auf, dass sich die Berufswünsche im Lauf der Schuljahre verändert hätten. Und so schwankten die Ziele für die Zukunft zwischen "die Welt verändern" und "möglichst viel Geld verdienen."

Oberstufenkoordinator Rudolf Heid nutzte die Feier für einige abschließende Gedanken an die Abiturienten: Sie hätten gezeigt, dass sie "Gipfelstürmer" seien. "Ihr habt stets das Ziel vor Augen gehabt." Es sei ein "pflegeleichter Jahrgang" gewesen, bei dem es aber bei der Vielzahl der Persönlichkeiten nie langweilig geworden sei.

Fast schon traditionell konnten viele der 64 Abiturienten gute bis sehr gute Erfolge verbuchen, 16 haben eine Eins vor dem Komma. Jahrgangsbeste war Christina Steinbacher mit einem Schnitt von 1,1. Traditionell - und im AKG aufgrund der Schülerstruktur im Besonderen - sind die besten Abiturienten überwiegend weiblichen Geschlechts.

Amschler betonte, dass das G8 in der öffentlichen Meinung nicht gut wegkomme und gerade über die Presse viel Kritik geübt wurde. "Dieser Jahrgang am AKG muss sich diesen Schuh nicht anziehen." Der Notendurchschnitt des AKG sei erfreulicherweise besser als bayernweit.

Für herausragende Leistungen, beispielsweise im Fach Latein, wurden weitere junge Damen und Herren mit Buchpreisen ausgezeichnet oder für Studienförderungen vorgeschlagen.

Nach der Abschlussfeier war für die Ex-Schüler noch lange nicht Schluss: Dem Kirchgang folgte der fünf Stunden dauernde Abiball mit einem gemeinsamen Essen und der musikalischen Begleitung durch die Band "Used Look".

wz/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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