Corona-Hotspot Wolfgangsee

62 Fälle in St. Wolfgang - Jetzt auch Massentest im Salzburger Teil 

Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
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Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil

St. Wolfgang/St. Gilgen/Salzburg - Die Zahl der Covid-19-Infizierten in St. Wolfgang hat sich bei 62 eingependelt, am Dienstag wurden auch 36 Praktikantinnen in den Salzburger Tourismusorten am Wolfgangsee getestet Die Ergebnisse stehen noch aus.

Während die Besitzerin des weltberühmten Hotels „Zum weißen Rössl“ in St. Wolfgang schon von einem „Ende der Saison“ sprach sind ihre Kollegen in St. Gilgen und Strobl zuversichtlicher, „wir hoffen dass wir mit einem blauen Auge davonkommen“, so zum Beispiel Josef Schmeisser vom Hotel Kirchenwirt in Strobl. 


Fotostrecke: 62 Fälle in am Wolfgangsee - Jetzt auch Massentest im Salzburger Teil 

Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil © hud
Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
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Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
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Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
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Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil
Corona-Ausbruch am Wolfgangsee - Tests nun auch im Salzburger Teil © hud

Auch Schmeisser ist betroffen, ein Lehrling von ihm wurde positiv getestet, war aber schon die vergangene Woche nicht mehr im Einsatz weil er für die Lehrabschlussprüfung frei bekommen hatte. Diese habe er am Freitag in der Wirtschaftskammer in Salzburg abgelegt, ob dort jetzt auch andere Prüflinge und Prüfer getestet werden müssen steht noch nicht fest. Zurück nach Strobl, dort versammelten sich am Dienstagnachmittag rund 15 Mädchen im Alter von 16 bis 18 Jahren aus ganz Österreich kommend zum freiwilligen Corona-Test. Sie hatten sich vor einer Woche in ihrer Freizeit in Nachtlokalen in St. Wolfgang getroffen und sich dabei offensichtlich bei einer infizierten Kollegin angesteckt, diese „Patientin Null“ ist allerdings noch unentdeckt. Unter den 62 bestätigten Fällen sind bisher nur drei Gäste, sowie zwei Vorgesetzte der Saisonhilfen. 


Auf Salzburger Seite sind insgesamt sechs Fälle auf den Hotspot St. Wolfgang zurückzuführen, und zwar ein Gasthof und ein Badeplatz im unmittelbaren Anschluss an St. Wolfgang, sowie im gegenüberliegenden Strobl eben ein Lehrling des Hotels Kirchenwirt. „Er ist aus Strobl, ist zu Hause in Quarantäne und es geht ihm relativ gut“, so sein Chef Josef Schmeisser. Er hofft jetzt, dass das Land auch alle anderen Mitarbeiter möglichst bald testen lässt damit er und auch die Gäste höchstmögliche Sicherheit haben. 

Massentests kommen nicht in Fahrt

Die österreichische Tourismusministerin von der ÖVP hatte noch vor der Sommersaison rund 60.000 kostenlose Corona-Tests für die Hotels angekündigt, pro Woche, damit wollte Österreich „das sicherste Reiseland“ werden. Tatsächlich wurden in den vergangenen vier Wochen in ganz Österreich gerade einmal 30.000 Tests durchgeführt, nach wie vor auf freiwilliger Basis. Die Zurückhaltung erklärt Hotelier und NEOS-Abgeordneter Sepp Schellhorn aus Salzburg so: „Niemand weiß was passiert, wenn ein oder mehr Mitarbeiter positiv getestet werden, muss dann das Hotel geschlossen werden oder wird von Fall zu Fall entschieden“. In St. Gilgen beklagt ein Wirt, dass er im März bei null Infektionen schließen musste, jetzt habe er eine infizierte Angestellte, die bei einem freiwilligen Screening entdeckt worden sei, nach zwei Tagen seien dann auch sechs seiner elf Mitarbeiter, sowie seine Frau und er selbst in Quarantäne geschickt worden. Offiziell müsse er seinen Betrieb zwar nicht schließen, aber ohne Mitarbeiter sei er dazu gezwungen. 

Neue Gäste ersetzen Stornierungen

In Strobl hofft man unterdessen „mit einem blauen Auge davonzukommen“, so Josef Schmeisser, der von einer guten Auslastung seines Hauses berichtet, es habe zwar einige Stornierungen gegeben, diese seien aber durch andere Gäste wettgemacht worden. Strobl auf der Bundesstraße zwischen St. Gilgen und Bad Ischl gelegen profitiert hauptsächlich vom sieben Kilometer entfernten, weltberühmten St. Wolfgang. verbucht mit seinen rund 2000 Gästebetten aber auch rund 200.000 Übernachtungen im Jahr, hauptsächlich im Sommer. 

Die Frage, warum im oberösterreichischen St. Wolfgang bisher „nur“ drei Gäste vom Corona-Ausbruch betroffen seien beantworten die Verantwortlichen unisono mit der „Maskenpflicht“, die nach zahlreichen Ausbrüchen unter anderem in einer Freikirche vor drei Wochen für das gesamte Bundesland Oberösterreich verhängt wurden, also noch vor der jetzt wieder bundesweit geltenden Maskenpflicht im Lebensmittelhandel. Die Salzburger Landesregierung hat unterdessen auch für Strobl und St. Gilgen die Maskenpflicht wieder verschärft, auch dort gilt sie jetzt wieder für alle Hotel- und Gastro-Mitarbeiter. 

hud

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