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Stadthotellerie am Boden

Silvester schon um 22 Uhr? Massenweise Stornos wegen früher Sperrstunde in Salzburg

Seit Montag müssen Lokale in Österreich um 22 Uhr schließen, in der Skybar des Hotel Pitter reagieren die Gäste mit Verständnis.
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Seit Montag müssen Lokale in Österreich um 22 Uhr schließen, in der Skybar des Hotel Pitter reagieren die Gäste mit Verständnis.

Eine Silvestergala in einem Hotel oder ein Silvester-Menü in einem Restaurant dauern meist mehrere Stunden, am Ende kracht nicht nur das Feuerwerk am Himmel sondern es klingeln auch die Kassen, und das hätte die Gastronomie nach einem Jahr voller Lockdowns auch dringend notwendig. Doch die neue Corona-Variante Omikron machte den Gastgebern einen Strich durch die Rechnung.

Salzburg - Das Gesundheitsministerium kassierte das Versprechen, dass es an Silvester keine Sperrstunde gebe, wieder ein und statt 23 Uhr gilt seit Montag sogar 22 Uhr, auch am Silvestertag. Hotelbesitzer und Gastwirte sind entsetzt und bestürzt, sie meinen, ihre Lokale seien wegen der 2G-Kontrollen sicher.

Silvester in Salzburg: Gastronomen und Hoteliers

Kein Mitglied der Bundesregierung und somit auch nicht der Gesundheitsminister selbst traten vor die Presse, um vergangene Woche die neue Sperrstunde 22 Uhr zu verkünden sondern Mitglieder der neu geschaffenen Gesamtstaatlichen Corona-Krisenkoordination, kurz GECKO genannt. Hoteliers und Gastronomen im ganzen Land waren empört, sie hatten sich auf die Ausnahmeregel Silvester verlassen, hatten Reservierungen entgegengenommen und entsprechend Lebensmittel eingekauft. 

Für die ohnehin gebeutelte Stadthotellerie ist die Sperrstunde 22 Uhr an Silvester „ein weiterer Tiefschlag“, so Georg Imlauer, Chef des Hotel Pitter, sowie sechs weiterer Häuser in Salzburg, Wien und im Ennstal. „Mit dem Lockdown haben wir im November und Dezember das gesamte Weihnachtsgeschäft und damit rund 70 Prozent unseres Umsatzes verloren“, das macht alleine für die sieben Imlauer-Häuser rund fünf Millionen Euro aus. 

Georg Imlauer hat seine Silvestergala im Hotel Pitter nahe des weltberühmten Mirabellgartens absagen müssen, 170 von 200 gebuchten Gästen hatten wegen der Sperrstunde storniert.

Silvester wäre die letzte Hoffnung gewesen, durch die Sperrstunde um 22 Uhr seien allerdings „massenweise“ Stornos gekommen, von 200 gebuchten Gästen einer Silvestergala mit Tanz und Orchester seien am Ende nur 30 übrig geblieben, alleine die Absage und der Umsatzverlust betragen rund 100.000 Euro. 

Abendservice in Hoteliers wegen Corona schon früher

An Silvester beginnen die meisten Hotels jetzt früher mit dem Abendservice, statt sieben Gänge gibt es nur fünf, „und ab 21.30 Uhr sind wir durch und dann können die Gäste noch gemütlich austrinken“. Um 22 Uhr müssen sie das Lokal verlassen, dürfen auf die Zimmer gehen oder sie spazieren in die Stadt, denn um Mitternacht wird es wieder ein offizielles Feuerwerk der Stadt von der Festung aus geben. Bis Ende Jänner gilt jetzt die Sperrstunde 22 Uhr, „das heißt für uns dass das Geschäft nach dem Abendessen komplett wegfällt“. Die Nachtgastronomie bleibt ohnehin bis auf weiteres geschlossen.

„Stadthotellerie liegt am Boden“

Aber nicht nur wegen der frühen Sperrstunde bleiben in den Stadthotels die meisten Betten leer. Von Jänner bis März sei in den Hotels in Salzburg, Wien und anderen Städten ohnehin eine ruhige, „düstere Zeit“, weil in diesen Monaten kaum Messen oder größere Veranstaltungen stattfinden, jetzt, im zweiten Corona-Jahr liegt die Auslastung noch niedriger bei mageren 10 bis 15 Prozent. Derzeit fehlen Gäste aus Asien und den USA nach wie vor komplett, „die werden vielleicht nächstes oder übernächstes Jahr wieder kommen aber Gäste aus Österreich, Deutschland und Osteuropa halten den Hotels die Treue“.

Imlauer befürchtet dass im Frühjahr dann einige Hotels für immer schließen, seine Häuser will er auf alle Fälle offen halten, man habe eigentlich nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, „wenn man schließt hat man am Ende des Tages keine Mitarbeiter mehr und wenn man aufsperrt kann man zwar die Mitarbeiter dank der Kurzarbeit halten aber man macht halt finanzielle Verluste“. Ab Ostern hofft Imlauer aber wieder auf eine gute Saison, ähnlich wie im Sommer 2021. 

hud

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