Österreich kommt nicht zur Ruhe

Murenabgang in Zell am See - Bub (2) in Kärnten ausgeflogen

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In Thumersbach bei Zell am See ging am Mittwochnachmittag eine Mure ab.
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Österreich/Tirol - Nach den starken Regen- und Schneefällen kommt unser Nachbarland noch immer nicht zur Ruhe. Bei Zell am See ging am späten Mittwochnachmittag eine Mure ab, mehrere Häuser wurden evakuiert.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Situation in Österreich nach Unwettern entspannt sich weiter
  • Mure am Mittwoch in Zell am See abgegangen (Update 6.40 Uhr)
  • Lage in Kärnten (Feld am See) weiterhin angespannt (Update 7.40 Uhr)
  • 24 Häuser im Salzburger Land, 15 Häuser in Kärnten evakuiert

Update, 7.45 Uhr: Lage in Kärnten weiterhin angespannt

Während sich die Situation in vielen Regionen Österreichs nach den Unwettern entspannt, ist die Lage mancherorts noch immer angespannt. Neben Zell am See (hier ist am Mittwochnachmittag eine Mure abgegangen), beruhigt sich auch in Kärnten die Lage nur langsam. 

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In Feld am See bedrohen riesige Felsbrocken oberhalb des Ortes die Siedlung. Eine Sprengung ist nicht möglich, weiterhin sind 15 Häuser evakuiert. „Offensichtlich war das Risiko einer Sprengung zu groß. Der Felsen wird nun gesichert und mechanisch abgetragen“, sagte Bernd Riepan, der Bezirkshauptmann von Villach-Land, auf APA-Anfrage. Die Arbeiten sollen am Donnerstag beginnen, wie lange sie dauern, war vorerst unklar. Auch der Zivilschutzalarm in Feld am See ist weiterhin aufrecht.

Voll im Gange waren am Mittwoch die Aufräumarbeiten im Bezirk Spittal an der Drau. Hier gilt es vor allem, die von Muren verlegte Mallnitzer Straße (B105) freizubekommen, die Mallnitz mit dem Mölltal verbindet. Ein zweijähriger Bub, der dringend Medikamente benötigte, wurde am Mittwoch mit einem Polizeihubschrauber aus dem Ort geflogen, berichtet die Tiroler Tageszeitung.

Update, Donnerstag (21. November) 6.40 Uhr: Mure in Zell am See abgegangen

Auch am dritten Tag nach dem Starkregen bleibt die Situation im Süden Salzburgs stellenweise noch gefährlich. Eine Mure aus dem Thumersbachtal in Zell am See beschäftigte am späten Mittwochnachmittag die Einsatzkräfte.

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Bevölkerung in Thumersbach (Zell am See) soll in Häusern bleiben

„Der Bevölkerung wird daher empfohlen, sich bis auf Weiteres nicht im Freien aufzuhalten und wenn möglich höher gelegene Stockwerke aufzusuchen und dort zu verbleiben“, so Bezirkshauptmann Bernhard Gratz kurz nach dem Murenabgang bei Zell am See. Es wurde damit gerechnet, dass jederzeit weitere Rutschungen möglich sein können.

Sechs Gebäude wurden nach dem Abgang vorsorglich evakuiert. Auch für die Schüler in Thumersbach hat der Abgang am Mittwochnachmittag Folgen: Die Schulen und der Kindergarten in Thumersbach bleiben am Donnerstag geschlossen. Bis auf Weiteres ist die L247 gesperrt. Im Pongau sind noch 24 Häuser im Gasteinertal sowie drei im Großarltal evakuiert.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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