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Radfahren attraktiver gestalten

Nur „Hardcore“-Radler und Akademiker befragt? - Zweifel an Fahrrad-Umfrage in der Stadt Salzburg

Fahrradfahren Radfahren Schnee Salzburg Umfrage nicht repräsentativ
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Hard-Core-Radfahrer sind auch bei Schnee und Regen unterwegs, sie seien die Mehrheit bei einer Umfrage gewesen, die daher nicht repräsentativ sei, so die ÖVP in der Stadt.

Wie kann man Fahrradfahren in Salzburg attraktiver gestalten? Und wie zufrieden sind die Radler in der Mozartstadt? Eine Umfrage sollte dies klären. Kritik an den Ergebnissen kommt von der ÖVP.

Salzburg - Bei einer Umfrage unter Radfahrern wurde jetzt deutlich, dass vor allem Gelegenheits-Radfahrer das Fahren in der Stadt als gefährlich empfinden. Für sie sind die Radwege nicht genügend von der Fahrbahn getrennt oder generell zu viele Autofahrer auf den Straßen. Die ÖVP kritisiert die Umfrage. Es seien hauptsächlich Dauer-Radfahrer, meist mit akademischem Hintergrund gefragt worden. „Die Umfrage ist somit weder repräsentativ für die Salzburger Bevölkerung noch hat sie einen Teil dazu beigetragen, herauszufinden, wie man das Radfahren auch für Autofahrer attraktiver machen soll“, so ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs. 

Fahrrad-Stadt Salzburg: Umfrage unter 1700 Radlern

Salzburg bezeichnet sich selbst gerne als Rad-Hauptstadt, bereits 2017 wurde das Ziel formuliert, den Radanteil am gesamten Verkehr von 21 auf 24 Prozent zu erhöhen. Knapp 1700 Radfahrer wurden nun befragt, wie zufrieden sie mit dem Angebot für Radfahrer sind. Dabei sagten rund 40 Prozent, dass sie ihr Fahrrad täglich für den Weg in die Arbeit nutzen. Die von der Grünen-Baustadträtin Martina Berthold in Auftrag gegebene Umfrage will die Stadträtin erwartungsgemäß nutzen „um den Straßenraum gerechter zu verteilen und dafür mehr Geld in die Hand zu nehmen“. 

Nur Akademiker befragt? ÖVP zweifelt an Repräsentativität

Scharfe Kritik kommt von der ÖVP, die Umfrage sei nicht repräsentativ, „aus den Antworten der Umfrage lässt sich klar erkennen, dass hier regelmäßige Radfahrer mit akademischem Hintergrund befragt wurden. Die Umfrage ist somit weder repräsentativ für die Salzburger Bevölkerung noch hat sie herausgefunden wie man das Radfahren auch für Autofahrer attraktiver machen soll“, so ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs.

Er sieht in den Ergebnissen der Umfrage vielmehr zahlreiche Versäumnisse der grünen Baustadträtin. „So haben die Radler offensichtlich keinen Bedarf für die vom Radkoordinator so oft gelobten Rad-Boxen“, hingegen sei die Nachfrage nach überdachten Abstellplätzen groß. Dies nutzt die ÖVP auch gleich um auf die Notwendigkeit des Ausbaus der Mönchsberggaragen hinzuweisen, denn dort würden auch Abstellplätze für Fahrräder entstehen. „Vom Ausbau der Mönchsberggarage profitieren somit auch die Radler unserer Stadt“, so Fuchs. 

Auch bei der Bewerbung der digitalen Serviceleistungen zum Thema Radfahren sieht Fuchs massiven Aufholbedarf. Ein Großteil der Befragten würden weder die Seite Salzburgrad.at. noch die Online-Radlkarte kennen. „Hier stellt sich für mich schon die Frage, wofür die Stadträtin über 200.000 Euro jährlich an Marketingbudget zur Verfügung hat, wenn nicht einmal die Radfahrbegeisterten die Serviceangebote der Stadt kennen?“, so der ÖVP-Klubobmann.

Das sagt die Umfrage: Fahrrad Nr. 1 auf Kurzstrecken

Zurück zu den Ergebnissen der Umfrage: Demnach sind die meisten Radfahrer nicht mit dem Drahtesel unterwegs „weil es billiger ist“. Im Vordergrund stünden vielmehr Flexibilität, Zeitersparnis und Umweltfreundlichkeit, dazu kämen Gesundheitsförderung oder einfach nur Freude am Fahren. Die meisten Radfahrer legen Strecken von zwei bis zehn Kilometern zur Arbeit, zur Schule oder zu Uni, und das täglich oder zumindest mehrmals in der Woche.

„Das Fahrrad ist in der Stadt auf kurzen Strecken die Nummer 1 der Mobilität. Das zeigen unsere Ergebnisse deutlich“, erklärt Stadträtin Martina Berthold. Zu den Gründen, warum das Fahrrad wenig oder gar nicht genutzt wird, gehören hauptsächlich ein als lückenhaft empfundenes Radwegenetz, unbeständiges Wetter, die Winterzeit, kein Abstellplatz am Zielort aber auch die schlechte Beleuchtung bei Dunkelheit. 

hud

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