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Land Salzburg befürchtet „Super-Gau“

Darum ist der Ukraine-Krieg schuld an Sommer-Baustellen auf der Tauernautobahn

Auf der Tauernautobahn A10 in Österreich wird es auch den Sommer über Baustellen geben.
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Auf der Tauernautobahn A10 in Österreich wird es auch den Sommer über Baustellen geben.

Einen „Super-Gau“ befürchtet das Land in diesem Sommer im Reiseverkehr und ist empört, dass der Autobahnbetreiber Asfinag entgegen Zusagen auch im Sommer bei erwartet starkem Reiseverkehr Baustellen nicht abbauen will.

Salzburg – „Ich fordere die Asfinag auf, zu ihren Zusagen zu stehen und den baustellenfreien Sommer auf der A10 einzuhalten“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Ein Asfinag-Sprecher erklärt auf Anfrage, man habe den Wunsch des Landes geprüft, aber wegen der aktuellen Lieferengpässe bei Stahl sei ein Rückbau der Baustellen im Sommer nicht möglich. „Die aktuelle Marktlage durch den Ukrainekrieg lässt einen Abbau der Baustelle leider nicht zu – denn dadurch würde ein unverantwortbarer Verzug bei der Fertigstellung der Baustelle entstehen und die Sanierung der A10 könnte nicht abgeschlossen werden“.

Verärgert ist Schnöll vor allem auch weil er von den Sommerbaustellen aus den Medien erfahren habe, dabei geht es vor allem um die derzeitige Baustelle zwischen Helbersbergtunnel und Zetzenbergtunnel. Diese soll nach der aktuellen Asfinag-Planung bis September dauern, ohne eine gewünschte Unterbrechung im Sommer. „Diese Baustelle bringt zusätzliche Kapazitätsprobleme im Sommer und verschärft weiter die Probleme mit Stau-Umfahrern“, so Schnöll. Dem Land sei zusagt worden, dass die Baustelle im Sommer rückgebaut wird, um die staugeplagten Anrainer-Gemeinden nicht zusätzlich zu belasten.

Die Asfinag plant zwar im Baustellenbereich weiterhin jeweils zwei Spuren in jede Fahrtrichtung, „die Erfahrungswerte zeigen aber, dass im Sommerreise-Verkehr auf der A10 Kleinigkeiten reichen, um einen Stau zu verursachen. Eine derartige Baustelle ist damit der Super-Gau“. Das werde er so nicht akzeptieren.

Materialmangel wegen Ukraine-Krieg

Die Asfinag weist den Vorwurf eines unkoordinierten Baustellenmanagements zurück. Bereits im Rahmen der Baustellenkoordination im Januar dieses Jahres mit dem Land und der Stadt Salzburg habe man festgestellt, dass die Brückensanierung bei Werfen über den Sommer laufen wird.

Nach diesem Gipfel sei vom Land der Wunsch geäußert worden die Baustelle über den Sommer zurück zu bauen. Das habe man geprüft, „aber wegen der derzeitigen Marktsituation, insbesondere der aktuellen Lieferengpässe bei Stahl, ist dies allerdings nicht möglich“.

„Schlimmer Reise-Sommer“

Schnöll hingegen erwartet in diesem Sommer auch ohne Baustellen auf der Autobahn starke Verkehrsströme nach zwei Corona-Sommern mit eingeschränkter Reisetätigkeit. Er fordert den Bund auch auf, sich auf die Abfahrtssperren vorzubereiten, bisher sperrt das Land im Sommer selbst die Abfahrten an den Wochenenden.

Der private, bisher vom Land bezahlte Sicherheitsdienst werde nochmals massiv ausgeweitet. Ziel sei, die staugeplagten Anrainer so gut es geht von den Stau-Umfahrern zu entlasten, das sei schon schwierig genug. „Aber die Baustelle verschärft die Situation noch zusätzlich. Das können Land und Gemeinden so nicht stehen lassen“.

hud

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