Seniorenunion BGL hinter den Kulissen

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Die Besuchergruppe auf der Bühne des Großen Festspielhauses

Salzburg - Die Seniorenunion erhielt eine detailierte und geschichtlich ausfühliche Führung durch das Festspielhaus in Salzburg.

Die Besucher trafen sich am berühmten „Maskenblock“ vor dem Eingang. Zwei Gruppen mussten bei der Führung gebildet werden, so groß war die Beteiligung bei der Besichtigung einer der größten Theaterbühnen der Welt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Kreisvorsitzenden Heinz Dippel und einleitenden Worten durch die beiden Führer zur Geschichte und künstlerischen Ausgestaltung des Hauses-die allein einen eigenen Bericht erfordern würden- begann der Rundgang durch das Haus.

Eindrucksvoll war der Blick von der Hauptbühne in den Zuschauerraum, der 2300 Menschen Platz bietet. Der Bühnenraum mit Seitenbühnen misst in der Breite 100m, in der Höhe 35m und in der Tiefe 15m. Hinter der Hauptbühne zeigte sich die imposante Bühnentechnik mit 38 maschinell betriebenen Prospektzügen,die ausgefeilte Beleuchtungsanlage , der „Eiserne Vorhang“ mit einem Gewicht von 38 Tonnen, 5 Hubpodien von je 24mal 3 Metern und die dreiteilige Simultanbühne –alles zusammen ein Meisterstück modernster Bühnentechnik.

Die Führer durch diese normalerweise „verborgene“ Welt erklärten alle Funktionen und Besonderheiten ausführlich und beantworteten geduldig alle Fragen der beeindruckten Besucher. Anschließend wurden diese über verschlungene Wege zur Felsenreitschule geführt. Sie entstand an der Stelle, wo in der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts Konglomerat für den Dombau gebrochen wurde. Unter Erzbischof Johann Ernst Thun wurde nach Plänen des Barockbaumeisters Johann Bernhard Fischer 1693 aus den Felsen des Mönchsberges die Felsenreitschule gehauen , die zur Aufführung von Tierhatzen und Reiterdarbietungen verwendet wurde, wobei das erlesene Publikum in den dreigeschossig übereinander angelegten 96 Arkaden Platz fand.

Seit 1926 diente die Felsenreitschule als Schauplatz für Aufführungen der Salzburger Festspiele, bis sie unter dem berühmten Dirigenten Herbert von Karajan in eine Opernbühne verwandelt wurde. Der große Architekt Clemens Holzmeister, der auch das Große Festspielhaus 1956 neu geplant hatte, gestaltete in den Jahren 1969/70 die Felsenreitschule mit einem Fassungsvermögen von 1437 Zuschauern noch einmal um. Die vierzig Meter breite Bühne erhielt eine Unterbühne von vier Metern Tiefe,eine freitragende Zuschauertribüne mit unterirdischem Kulissendepot sowie eine lichtdichte zu öffnende ausfahrbare Regenplane mit einem geräuschdämmenden Regenauffangnetz. Immer noch staunend wurden die Gäste dann erneut durch ein Labyrint von Gängen und Treppen weitergeführt zum Haus für Mozart.

Das frühere „Kleine Festspielhaus“ wurde seit seinem Eröffnungsjahr 1925 mehrfach umgebaut,ein Bühnenhausanbau war erforderlich –wozu sogar der damalige Landeshauptmann Franz Rehrl sein Geburtshaus im Toscaninihof abreißen ließ –und erlangte schließlich –auch aus Gründen der Akustik-nach mehrfachen Korrekturen seine heutige Gestalt. Zu erwähnen ist, dass im „Haus für Mozart“ nicht nur Mozartwerke aufgeführt werden. Viel wäre noch zu berichten gewesen über Geschichte , Bau und künstlerische Ausgestaltung des Hauses und seiner Umgebung,aber die umfassenden Erklärungen der Führer und der ausgiebige Blick hinter die Kulissen dieses weltberühmten Musentempels hatten die Aufnahmefähigeit der Besucher erschöpft. Nach Dankes- und Abschiedsworten an die beiden Führer durch den Kreisvorsitzenden Heinz Dippel begaben sich die Mitglieder zu einer Stärkung in ein benachbartes Gasthaus, wo der Nachmittag in Gesprächen über das Gehörte und Gesehene harmonisch ausklang.

Pressemitteilung Seniorenunion der CSU,Kreisverband BGL

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