Kran gegen Autobahn: Zwei Schwerverletzte

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Salzburg - Ein nicht eingefahrener Kran hat zu einem schweren Unfall an einer Autobahnunterführung geführt. Zwei Menschen wurden dabei sehr schwer verletzt.

Er wollte eigentlich nur auf die andere Baustellenseite beim Autobahnkonten Salzburg-West, doch nach 1000 Metern wurde die Fahrt eines Lastwagens mit einem Horrorcrash beendet. Der 36-jährige Adneter hatte zusammen mit einem 19-jährigen Lungauer am Dienstag Morgen, 17. April, Betonteile bei der Brückenbaustelle geladen und war dann losgefahren, um über die Behelfsausfahrt Walserberg umzudrehen und zurück auf die andere Seite der Haberlanderbrücke zu gelangen.

Doch nachdem die beiden die tonnenschweren Betonplatten geladen hatten, hatten sie vergessen, den Hydraulik-Kran wieder einzufahren. So fuhr der Lkw mit 80 km/h ungebremst gegen die nächste Autobahnbrücke (Überleitung zur Tauernautobahn). Dabei überschlug sich der Lkw und das Führerhaus wurde völlig heruntergerissen und zerstört.

Der Beifahrer, jener 19-jährige Mann aus dem Lungau, wurde aus dem Führerhaus geschleudert und über die Leitschiene in die angrenzenden Böschung geschleudert. Er kam mit Verletzungen unbestimmten Grades ins Krankenhaus.

Kran-Lkw rammt Autobahnbrücke

Den Fahrer erwischte es noch schlimmer: Der 36-Jährige wurde ebenfalls aus dem Führerhaus geschleudert, erlitt jedoch lebensgefährliche Verletzungen. Das Rote Kreuz war mit zwei Rettungswagen und dem Notarzthubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg vor Ort. Sie mussten den lebensgefährlich Verletzten noch an der Unfallstelle in ein künstliches Koma verstezten und intubieren sowie beatmen. Er wurde anschließend in den Schockraum das Universitätsklinikums Salzburg geflogen.

Die freiwillige Feuerwehr Wals war mit 25 Einsatzkräften vor Ort. Sie unterstützten die Rettungskräfte bei der Versorgung der Verletzten und mussten große Mengen ausgelaufener Betriebsflüssigkeiten, darunter Hydrauliköle, Dieselkraftstoff, Motorenöl und Kühlwasser binden. Zur Bergung des Lkw musste ein schwerer Kran angefordert werden.

Der Verkehr wurde während der Unfallaufnahme und der Aufräumarbeiten durch die Autobahnmeisterei Liefering umgeleitet. Die Kriminalpolizei Anif hat die Ermittlungen aufgenommen. Ersten Schätzungen zufolge entstand an Brücke, Fahrbahn und Sicherungseinrichtungen ein Schaden von mindestens 100.000 Euro. Der Lastwagen hatte nur noch Schrottwert.

Pressemeldung Aktivnews

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