Immer wieder im Streit mit Freilassing

"Sturer Hund" nicht mehr Salzburgs Bürgermeister

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Salzburgs Bürgermeister muss in Haft
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Salzburg - Er galt als launisch und auf eigenen Wahlplakaten bezeichnete er sich als "sturer Hund, aber ein total verlässlicher": Heinz Schaden (SPÖ) trat am Donnerstag zurück. 

Im Jahr 1999 wurde er der erste - und bisher einzige - direkt gewählte Bürgermeister Salzburgs. Nach 18 Jahren ist diese Ära nun vorbei. 

Immer wieder geriet Schaden auch mit der Nachbarstadt Freilassing in Konflikt: Ob es um den Fluglärm-Streit ging oder die geplante Pendlermaut in Salzburg. Er ließ sogar für ein Jahr lang mal die direkte Busverbindung nach Bayern stoppen! 

Die Salzburger Nachrichten loben, dass der Sozialdemokrat Salzburg durch seinen Sparkurs zur reichsten Stadt Österreichs gemacht habe. Übernommen hatte er sie in starker finanzieller Schieflage. 

Es wäre deshalb eine Ironie der Geschichte, dass er nun ausgerechnet über einen Finanzskandal stolperte - den "Swap-Deal". Wegen Beihilfe zur Untreue wurde er im Sommer verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

"It’s time to say goodbye. Ich danke dem Herrgott, dass ich das Glück hatte, hier zu dienen. Ich trete hiermit zurück", verkündete Schaden nun in der Gemeinderatssitzung. 

Für die Salzburger heißt das, dass am 26. November ein neuer Bürgermeister gewählt wird. Dieser wird jedoch nur kurz im Amt sein: Im Frühjahr 2019 wird das Stadtoberhaupt erneut gewählt werden, bei den nächsten regulären Gemeinderatswahlen. 

Quelle: rosenheim24.de

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