Generalsanierung am Salzburger Flughafen

Pistensanierung beginnt mit deutschem Fallbeil

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Rund 250 Bauarbeiter und eine Armada an Maschinen sind seit Mittwoch auf der drei Kilometer langen Piste des Flughafens im Einsatz, am 29. Mai soll das erste Flugzeug wieder landen.

Salzburg - Die Sanierung der Flughafen-Piste 15/33 ist am Freitag, drei Tage nach der Sperre des Airports, voll angelaufen.

Teile der drei Kilometer langen Start- und Landepiste sind mit einem speziellen „Fallbeil“ aus Leipzig bereits zertrümmert, „das heißt, wir machen Risse in die Betondecke, damit sie arbeiten kann und wir auf dieser Decke dann die vier neuen Asphaltschichten auftragen können“, so Helmut Atzlinger von der Baufirma Strabag. Drei spezielle Zetrümemrer aus Leipzig sind derzeit im Einsatz, am Sonntag soll bereits mit dem Asphaltieren begonnen werden, dazu stehen insgesamt 13 spezielle Asphaltierer mit einer Spannweite von jeweils elf Meter bereit.

Pistensanierung am Flughafen Salzburg starten

Der stellvertretende Flughafendirektor Rudolf Lipold erklärte bei einer Baustellen-Begehung am Freitagmittag noch einmal, warum die Generalsanierung der 58 Jahre alten Piste notwendig wurde, „zu viel Geld sei in den letzten Jahren schon in das Ausbessern gesteckt worden“, außerdem seien Reparaturen bei laufendem Flugbetrieb immer problematisch, denn von 6 Uhr bis 23 Uhr habe man eine Betriebspflicht. 250 Bauarbeiter sind derzeit auf der Piste beschäftigt, drei spezielle „Fallbeile“ aus Leipzig reißen Risse in den Betonboden, damit dieser als Untergrund für die vier neuen Asphaltschichten dienen kann. 

Andere Bauarbeiter legen einen neuen Randstreifen entlang der Piste an, Elektriker holen kilometerlange, alte Kabel aus den Schächten. „Die alte Befeuerung der Piste dient anderen Flughäfen als Ersatzteillager, wir bekommen eine neue LED-Befeuerung mit rund 185 Kilometer Kabel und 1.000 LED-Leuchten“, so Flughafensprecher Alexander Klaus, der am Rande eines Pressetermins einige kleine Stücke der Betonpiste einsammelt, „viele Kollegen haben mich um ein ‚Andenken‘ an die alte Piste gebeten“.

Die reinen Planungs- und Baukosten betragen rund 32 Millionen Euro, „dafür haben wir Rücklagen gebildet“, so Aufsichtsratschef Christian Stöckl bei der Baustellenbesichtigung. Wegen der Totalsperre des Flughafens für fünf Wochen kommt noch der Entfall von Einnahmen zum Beispiel von Landegebühren dazu, insgesamt wird die Sanierung daher rund 42 Millionen Euro kosten. Die letzte Maschine landete aus Frankfurt kommend am Dienstagabend und hob dann auch wieder ab, derzeit dürfen nur Polizei- und Rettungshubschrauber am Rande des Airports starten und landen.

Hochsicherheitszone trotz Baustelle

Am Sonntag sollen die ersten hundert Meter mit einer speziellen Bitumenmischung asphaltiert werden, „das geht auch wenn es regnet“, so Atzlinger, allerdings sollte es nicht in Strömen regnen. Insgesamt werden 120.000 Tonnen Asphalt verbaut. Trotz des eingestellten Flugbetriebes bleibt das Flughafengelände eine Hochsicherheitszone, alle einfahrenden Bauarbeiter müssen sich mit einer speziellen Karte ausweisen, „wir haben insgesamt rund 1.200 Arbeiter mit den Sicherheitsregeln am Flughafen vertraut gemacht“, so der Bauleiter.

hud

Quelle: rosenheim24.de

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