In Behandlung im Zoo

Junger Uhu: Erst Felsspalte, dann Behandlung

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Salzburg - Seit dem 24. Juni hat die Zootierärztin einen besonderen Patienten: Ein junger Uhu war in einer Felsspalte entdeckt worden und kuriert nun im Zoo seine Verletzung aus.

Der Jungvogel bei seiner täglichen Behandlung.

Seit vergangenem Mittwoch, 24. Juni 2015, ist ein junger Uhu Patient von der Salzburger Zootierärztin Miriam Wiesner. „Der Jungvogel wurde bei Arbeiten in einem Steinbruch entdeckt. Er ist aus einer Felsspalte gefallen, und blieb am Boden sitzen. Wir wurden angerufen und haben ihn dann auch gleich zu uns geholt“, berichtet Wiesner. „Bei der Erstuntersuchung hat sich heraus gestellt, dass die Hornhaut seines rechten Auges verletzt ist. Es ist keine schwerwiegende Verletzung, aber sein Auge muss doch medizinisch versorgt werden.“

Der gefiederte Patient ist sehr geduldig. Das verletzte Auge wird einmal täglich gespült und mit Augensalbe versorgt. Die Verletzung heilt gut ab und in wenigen Tagen wird der Vogel in eine Flugvoliere übersiedeln. Dort bleibt er dann noch einige Zeit, damit er seine Flugmuskulatur stärken kann, um ihn so bald als möglich wieder in die „Lüfte“ zu entlassen.

Gefährdete Vogelart

Der Uhu ist eine österreichweit potenziell gefährdete Vogelart. Im ganzen Bundesland Salzburg leben etwa 30 bis 35 Brutpaare. Ihre Bestandsentwicklung ist derzeit konstant. Lange Zeit wurden Uhus direkt verfolgt, Brutvögel wurden als Schädlinge abgeschossen, Jungtiere aus dem Horst genommen und für die sogenannte Hüttenjagd - als Lockvögel für Krähen und Greifvögel - verwendet. Dank verschiedener Schutzmaßnahmen haben sich die Bestände dieser Eulenart in Salzburg wieder etwas erholt.

Pressemitteilung Zoo Salzburg 

Quelle: rosenheim24.de

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