Salzburgs Bürgermeister schlägt Alarm

"Humanitäre und sanitäre Katastrophe droht!"

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Salzburg - Wie Bürgermeister Heinz Schaden verlauten ließ, wisse er, dass ab Montag keine Sonderzüge mit Flüchtlingen mehr fahren würden! Das Bundesministerium dementierte diese Aussage nun:

UPDATE, 15 Uhr: Bundesministerium dementiert

Das Bundesinnenministerium hat Berichte aus Österreich zurückgewiesen, wonach per Beschluss die deutschen Sonderzüge für Flüchtlinge aus Salzburg gestoppt wurden. Bislang gebe es keinen solchen Plan, sagte ein Sprecher des Ministerium in Berlin am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit liefen aber entsprechende Gespräche. Die Berliner Senatsverwaltung teilte mit, dass am Montagvormittag (11.00 Uhr) ein Sonderzug aus Salzburg mit 450 Menschen in der Hauptstadt erwartet werde.

Die Stadt Salzburg hatte mitgeteilt, dass ab Montag keine Sonderzüge mehr von dort nach Deutschland fahren sollen. Der Bürgermeister Heinz Schaden äußerte sich besorgt: „Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing“, wurde Schaden in der Mitteilung zitiert. „Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen.“

ERSTMELDUNG:

"Wir und das Innenministerium wissen nun fix, dass ab Montag, 28. September, keine Sonderzüge mehr nach Deutschland fahren werden! Rotes Kreuz und Caritas sprechen schon von einer sich ankündigenden humanitären und sanitären Katastrophe an der Grenze nach Freilassing. Diese droht uns auch am Bahnhof, wenn weitere Züge aus Wien, Graz oder Villach kommen", so Schaden in einem Facebook-Post auf der offiziellen Seite der Stadt Salzburg. Das Innenministerium in Wien wollte die Meldung, die Züge würden ab Montag eingestellt, auf Anfrage von salzburg24.at zunächst wieder bestätigen noch dementieren.

FLÜCHTLINGE (UPDATE: SA., 21:00 Uhr) +++ KEINE SONDERZÜGE MEHR! +++#Bürgermeister Heinz Schaden: „Wir wissen nun fix -...

Posted by Stadt Salzburg.at on Samstag, 26. September 2015

Da in Salzburg derzeit rund 2.000 Flüchtlinge täglich ankommen, könnte dies die Lage, vor allem am Bahnhof, weiter zuspitzen. Die Einsatzkräfte würden bereits an der Kapazitätsgrenze arbeiten, so das Stadtoberhaupt weiter. Zuletzt waren nach Angaben der ÖBB bis zu 1.200 Schutzsuchende täglich mit Zügen über die Grenze nach Deutschland transportiert worden. Die übrigen Flüchtlinge versuchen ihr "Glück" meist beim Grenzübergang Freilassing.

Dort warteten am Samstagabend rund 800 Flüchtlinge auf die Einreise. Die Lagebesprechung der Einsatzleitung habe ergeben, dass die Situation an der Grenze auf Sicht nicht zu verantworten sei, so Schaden. Wie es nun in den nächsten Tagen genau weitergeht, ist derzeit unklar.

mw/hey

Quelle: rosenheim24.de

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