Protestmarsch in Salzburg 

Mitarbeiter des Unfallkrankenhauses demonstrieren

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Demonstration zur AUVA vom Unfallkrankenhaus Salzburg
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Salzburg - Insgesamt sieben Krankenhäuser gehören zur AUVA. Spekulationen und Diskussionen über mögliche Auflösungen und Leistungskürzungen sorgen für lautstarke Proteste und Demos in Österreich. Auch in Salzburg.

UPDATE, 09:15 Uhr Demo in Salzburg

Bildergalerie: Mitarbeiter des Unfallkrankenhauses demonstrieren

ERSTMELDUNG

Rund 500 Millionen Euro sollen laut der österreichischen Regierung im Rahmen von Leistungskürzungen eingespart werden. Dadurch sollen Arbeitgeber entlastet werden. 

Vor allem große Konzerne würden dabei massiv profitieren, denn diese zahlen zum Beispiel 1,3 Prozent der Löhne an die Unfallversicherungen. 

Mit den Plänen will eine Senkung auf 0,8 Prozent erreicht werden. Mitarbeiter und Zulieferer der Allgemeinen Unfallversicherung befürchten enorme Einbußen.

Was ist die AUVA überhaupt?

Die AUVA, die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, ist eine soziale Unfallversicherung für rund 4,8 Millionen Personen. Rund 2,9 Millionen davon sind unselbständig Erwerbstätige, 0,5 Millionen selbständig Erwerbstätige sowie 1,4 Millionen in Ausbildung Stehende vom verpflichtenden Kindergartenjahr bis zum Studienabschluss gesetzlich gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten versichert. 

Außerdem sind zahlreiche freiwillige Hilfsorganisationen sowie Lebensretter in die Versicherung miteinbezogen.

Öffentliche Betriebsversammlung

AUVA Unfallkrankenhaus Salzburg

Am Freitag, 20. April, ist eine öffentliche Betriebsversammlung, sowie ein Protestmarsch durch Salzburg geplant. Die Gewerkschaft rechnet mit über 1.000 Teilnehmern. Neben den Mitarbeitern der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA), wie zum Beispiel Ärzte und Pflegepersonal haben auch bereits Angestellte der Salzburger Gebietskrankenkasse sowie Patienten und Unternehmer ihr Kommen angemeldet. 

„Zum Beispiel Sanitätshäuser, die im Auftrag der AUVA Prothesen herstellen, das Rote Kreuz, der Samariterbund - ganz viele Bereiche, die von einer Zerschlagung der AUVA betroffen werden, haben uns auch signalisiert, dass sie sich mit uns solidarisieren“, sagte Gerald Forscher (SPÖ) von der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA).

Eine weitere Betriebsversammlung zu diesem Thema fand bereits am Dienstag, 17. April in Wien statt. 

Unterschriftensammlungen im UKH Salzburg

Im UKH (Unfallkrankenhaus Salzburg) werden bereits seit einiger Zeit Informationsbroschüren verteilt und Unterschriftenlisten zu diesen Themen durchgegeben.  

Die öffentliche Betriebsversammlung von Unfallkrankenhaus und Gebietskrankenkasse startet am 20. April, um 9 Uhr.

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