Hit-Storm statt Shit-Storm in Salzburg

#DieGuteTat = „Gute Taten statt Blödheiten ins Netz“

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Wollen mehr gute Taten ins Netz bringen, v.l. Johannes Dines von der Caritas Salzburg, Gerhard Buchleitner und Michael König von der Diakonie.
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Salzburg - Viele gute Taten passieren täglich, ohne dass sie in der Presse und schon gar nicht in den sozialen Medien ihren Niederschlag finden, im Gegenteil, Hass und Hetze dominieren auf vielen Plattformen. Die Aktion „Die gute Tat“ soll dem entgegenwirken:

Mit der Aktion „Die gute Tat“ will der ehemalige SPÖ-Politiker Gerhard Buchleitner positive Geschichten ins Netz bringen, „auch wegen negativen Erlebnissen mit Social Media in meinem privaten Umfeld“.

20 Testimonials, also Botschafter, wie ehemalige Ski-Stars und Vertreter aus Politik und Wirtschaft wollen die Aktion unterstützen, auf der Website www.die-gute-Tat.at sollen täglich positive Meldungen veröffentlicht werden.

Buchleitner suchte als Partner neben der Diakonie auch die Caritas, die aber keine anfangs geplante Aktion „Gegen den Shit-Storm“ empfahl, weil diese weiter polarisieren könnte. Nach einem Jahr Vorbereitungszeit hatte Buchleitner 22 Persönlichkeiten überzeugt mitzumachen, sowie die Fachhochschule Salzburg als Träger gefunden.

Flüchtlingshelfer als Gutmenschen verunglimpft

Für die Caritas „klingt eine gute Tat immer gut“, am Beispiel der Flüchtlingsarbeit kenne die Caritas auch Hassbotschaften, „viele Helfer spüren in ihrer Arbeit für die Flüchtlinge Gegenwind, wenn sie zum Beispiel als Gutmenschen verunglimpft werden“, so Caritas-Salzburg-Chef Johannes Dines. Wichtig sei es daher, dass Menschen wieder achtsam miteinander umgehen, „dieser Zusammenhalt ist doch der Kitt in der Gesellschaft“. Wichtig sei es, durch positive Geschichten das Gefühl zu bekommen „nicht mehr gegen den Wind zu arbeiten“

Auch für Michael König von der Diakonie geht es darum, „dagegen zu halten, denn schlechte Nachrichten verbreiten sich schnell, und, ein Hit-Storm ist allemal besser als ein Shit-Storm“. Die vielen Freiwilligen in der Diakonie würden täglich viel Positives erleben, „ohne dass sie das immer gleich auf Facebook posten“. Das Lauffeuer des Negativen würde sich überall sehr schnell verbreiten, „wir wollen jetzt ein positives Lauffeuer in die Gesellschaft hinausschicken“.

FH Salzburg mit technischem Support

Einer der Träger der Aktion ist die Fachhochschule Salzburg, die nicht nur die Websitewww.die-gute-tat.at installiert hat, sondern auch die Server zur Verfügung stellt. Neben den Geschichten auf der Internetseite werden auch Fotos und Beiträge auf Instagram mit dem Hashtag #diegutetat automatisch auf die Website verlinkt, eine eigene Facebook-Seite soll noch folgen. „Ich habe das Internet in seiner Entwicklung beobachtet und es bringt sowohl das Beste, als auch das Schlechteste im Menschen ans Tageslicht“, sagt Brigitte Jellinek von der FH. Eine der Unterstützer ist auch die ehemalige ORF-Moderatorin Elfie Geiblinger, die diese Good-News-Plattform auch deshalb begrüßt „weil viele gute Leute durch negative Kommentare und Schlagzeilen mit der Zeit oft deprimiert werden“, diesen engagierten Menschen müsse daher der Rücken gestärkt werden, „das ist die große Chance der Aktion“.

hud

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