Großeinsatz rund um Europa League-Spiel

Marseille-Fans versetzen Salzburg in Ausnahmezustand

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Marseille Fans ziehen mit Polizeieskorte durch Salzburg
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Salzburg - Am Donnerstagabend hat der FC Salzburg den Einzug ins Finale der Europa League nach einem dramatischen Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Marseille um Haaresbreite verpasst. Die französischen Fans sorgten jedoch für einen Großeinsatz der Polizei und für Ausnahmezustand in der Stadt:

UPDATE, Freitag, 9 Uhr - Bilanz der Polizei

Inzwischen hat die Landespolizeidirektion Salzburg eine vorläufige Bilanz zum Großeinsatz rund um das Europa League-Halbfinale veröffentlicht. Insgesamt seien 271 Identitätsfeststellungen seitens der Beamten durchgeführt worden, überwiegend bei Anhängern von Olympique Marseille. Eine Person wurde wegen Störung der öffentlichen Ordnung angezeigt. Sieben Personen bekamen eine Anzeige wegen Einsatzes von Pyrotechnik. Die Polizei hatte bereits im Vorfeld der Partie bei der Einreise von französischen Fans größere Mengen an Pyrotechnik beschlagnahmt (insgesamt 191 Stück und mehrere sogenannte "Knaller"). Außerdem sollen auch Messer sichergestellt worden sein, wie salzburg24.at berichtet.

Im Zuge des Einsatzes war bereits am Nachmittag eine massive Sachbeschädigung in einer Gaststätte in der Salzburger Innenstadt gemeldet worden. Unbekannte Täter hatten dort Stühle und Tische beschädigt. 

Beim Fanmarsch rissen Olympique-Fans außerdem einen Zaun um. Zudem musste kurzzeitig der Zugverkehr im Bereich der Guggenmoosstraße/Rudolf-Biebl-Straße eingestellt werden, nachdem sich französische Fans auf eine Bahnstrecke begeben hatten. Der Marsch wurde von zahlreichen Einsatzeinheiten, Diensthunden, Verkehrspolizei und szenekundigen Beamten begleitet. Über allem kreiste der Polizeihubschrauber in der Luft.

Während des Spiels zündeten die Marseille-Anhänger im Gästesektor trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wiederholt pyrotechnische Gegenstände. Nach dem Spiel prügelten sich die Marseille-Fans - insgesamt sollen rund 20 Personen beteiligt gewesen sein - noch auf dem Weg zum Parkplatz. Hier gab es drei Verletzte zu beklagen.

Davor hatte es bereits im Dezember 2016 Ausschreitungen in Salzburg gegeben. Damals war der FC Schalke 04 zu Gast in der Mozartstadt. Auch die Schalker Fans führten damals einen Fanmarsch durch und wurden dann durch ein aus dem Fenster hängendes Dortmund-Trikot massiv provoziert. Dadurch lief die Sache völlig aus dem Ruder. Damals hatte es zahlreiche Festnahmen gegeben.

"Bullen" verpassen Finaleinzug:

Salzburg verpasste übrigens in dem dramatischen Rückspiel den Einzug ins Finale nach Lyon. Die "Bullen" holten zwar in der regulären Spielzeit das 0:2 aus dem Hinspiel auf und schafften es durch einen Treffer von Amadou Haidara (53.) und ein Eigentor von Bouna Sarr (67.) in die Verlängerung. Dort gelang Marseille jedoch vier Minuten vor dem Ende das alles entscheidende Auswärtstor durch Rolando (116.).

UPDATE, 19.22 Uhr:

Mittlerweile sind die Marseille Fans am Salzburger Stadion angekommen - lautstark und voller Vorfreude. Rund um die Arena herrscht pures Verkehrschaos. 

Erstmeldung:

Sämtliche Straßen sind gesperrt. Laut Informationen von vor Ort steht die ganze Stadt still. Zahlreiche Streifenwagen und rund 1.600 Polizisten sorgen für Ordnung und begleiten den Fanmarsch in Richtung Stadion. Die Fans aus dem Süden Frankreichs verwandeln die Innenstadt mit Bengalos und Trommeln in ein Tollhouse. 

Fanmarsch: Polizeigroßeinsatz in Salzburg

RB Salzburg muss ein 0:2 aus dem Auswärtsspiel wettmachen. Doch die roten Bullen bewiesen bereits im Viertelfinale, dass sie im eigenen Stadion über sich hinaus wachsen können. Vor drei Wochen schoss die Elf von Marco Rose Lazio Rom mit 4:1 aus der Red-Bull-Arena - Marseille Fans aufgepasst: nicht zu früh freuen!

Quelle: rosenheim24.de

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