Neue Details zu Flugzeugabsturz im Salzburger Land

Töchter redeten noch mit schwer eingeklemmtem Vater (†66)

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Zell am See - Am Samstagnachmittag, 21. Dezember, war im Salzburger Land ein Kleinflugzeug in schwer zugänglichem Gelände abgestürzt. Der Vater (66) starb, seine Töchter (8/11) wurden schwer verletzt. Nun sind weitere Details zu dem Drama bekannt geworden.

Eine Flugunfall-Kommission hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Diese soll herausfinden, wie es zu dem schrecklichen Unfall kommen konnte. Dies wird erfahrungsgemäß einige Zeit, vermutlich sogar Wochen oder Monate, in Anspruch nehmen. Kurz nach dem Unglück hatte das Land Salzburg in einer Pressemitteilung bereits bekannt gegeben, dass ein erster Landeversuch in Zell am See offenbar nicht geklappt hatte und der Pilot deswegen noch einmal durchgestartet war.

Wie Einsatzkräfte gegenüber der Österreichischen Presseagentur APA berichteten, sei der 66-jährige Pilot nach dem Crash teilweise unter dem Flugzeug eingeklemmt gewesen und hätte direkt nach dem Unglück auch noch gelebt. Die beiden Töchter hätten sogar noch mit ihm gesprochen, hieß es weiter. "Die Mädchen standen aber beide sehr unter Schock", sagte Rot-Kreuz-Einsatzleiter Anton Voithofer der APA.

Eines der Mädchen hatte sich nach dem Unfall selbst aus dem Wrack befreien können, das in einem Waldstück auf einem Felsvorsprung, der sogenannten Erlhofplatte, zum Liegen gekommen war. Die zweite Tochter musste von einem Großaufgebot der Rettungskräfte befreit werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte im Bereich der Unglücksstelle dichter Nebel, wie die Feuerwehr Bruck auf ihrer Homepage mitgeteilt hatte. Die Floriansjünger sprachen von einem Einsatz in "steilem und schwierigem Gelände". Der Abtransport der Schwerverletzten wurde von Roten Kreuz mit Unterstützung der Bergrettung durchgeführt. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden noch Sicherungsarbeiten am Flugzeug durchgeführt. Das Wrack sollte am Sonntag vollständig geborgen werden.

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Die einmotorige Maschine war am Samstag, 21. Dezember, in Bonn (Deutschland) gestartet und gegen 15.30 Uhr in ein Waldstück oberhalb von Bruck, nur wenige Kilometer vor der Landebahn in Zell am See gestürzt. Für den 66-Jährigen aus dem Raum Köln kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Die beiden Mädchen wurden schwer verletzt in die Krankenhäuser nach Zell am See beziehungsweise Schwarzach eingeliefert. Wie die Mädchen den Helfern weiter erzählten, war die Mutter nicht an Bord, hätte jedoch in Kürze mit dem Auto nach Österreich nachkommen sollen.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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