Zwei Grundstücke fehlen - Ausbau soll 2020 starten

Enteignung für Ausbau Münchner Bundesstraße läuft

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Hier an der Engstelle Lieferinger Spitz soll ein Kreisverkehr entstehen, gleichzeitig wird das restliche, ein Kilometer lange Nadelöhr bis Salzburg-Mitte zweispurig ausgebaut. (Fotos: Michael Hudelist)
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Salzburg - Der Ausbau der Münchner Bundesstraße ab dem Lieferinger Spitz bis zum Kreisverkehr Salzburg-Mitte lässt weiter auf sich warten, seit Jahren fehlen zwei Grundstücke. Jetzt räumt das Land erstmals ein, dass es sich mit einer Eigentümerin nicht einigen kann.

Die Folge: „Ein Enteignungsverfahren wurde eingeleitet und sollte im Oktober abgeschlossen sein“, so Christoph Bayrhammer, Sprecher von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Trotzdem werde weiterhin versucht, sich mit der Eigentümerin außerhalb des Enteignungsverfahrens zu einigen. „Für ein zweites, noch ausstehendes Grundstück laufen aktuell Gespräche mit dem Grundstückseigentümer, hier blicken wir einer Einigung positiv entgegen“. Die wichtigste Nachricht für die staugeplagten Autofahrer ist, „dass nach dem Abschluss der Grundstückseinlösen plangemäß 2020 mit dem Bau begonnen wird“.

Vereinbart wurde der endgültige Ausbau der Münchner Bundesstraße im Februar dieses zwischen Schnöll und dem Salzburger Bürgermeister Harry Preuner. Schnöll versprach, dass noch heuer zwei noch fehlende Grundstücke abgelöst werden und mit den Planungen begonnen werde. „Die erforderlichen Geldmittel für den Ausbau sind im Landesbudget 2020 und in der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt Salzburg budgetiert“, so Schnöll, der Baubeginn soll 2020 erfolgen.

Im Abschnitt zwischen Lieferinger Spitz und Salzburg-Mitte versucht das Land seit Jahren, zwei Grundstücke zu kaufen, bisher ohne Erfolg. Zumindest die Grundablöse beim Bierbrunnen ist mittlerweile abgeschlossen.


Meist Stau Richtung Salzburg


Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher meinte noch im Februar, er würde sich freuen, wenn der Spatenstich für den Ausbau noch in seine Amtszeit fallen würde. Was tausende Pendler täglich erleben schilderte Flatscher auch den Salzburger Politikern, er fahre oft mehrmals täglich nach Salzburg und zurück, aber wegen der stichprobenartigen Grenzkontrollen auf der Saalbrücke wäre er noch nie im Stau gestanden. Da hat Flatscher wohl immer Glück gehabt, tatsächlich ist der Stau in Richtung Salzburg jeden Morgen und jeden Nachmittag zumindest berechenbarer als die Grenzkontrollen auf der Saalbrücke, die allerdings auch einem wiederkehrendem Zeitschema zu folgen scheinen, denn auch diese finden in der Regel zu den Stoßzeiten statt.

Der geplante Ausbau der Münchner Bundesstraße ist tatsächlich eine unendliche Geschichte, zuletzt hatte Verkehrslandesrat Hans Mayr im Dezember 2017 den Ausbaubeginn für Ende 2018 versprochen. Nach dem ersten Abschnitt 2007 zwischen dem ehemaligen Grenzübergang und der Eugen-Müller-Straße (Forellenwegsiedlung) folgte 2014 der zweite Abschnitt zwischen der Eugen-Müller-Straße und dem Merkur-Markt. Die eigentliche Engstelle vom Lieferinger Spitz stadteinwärts – wo früher der „R“-Bus nach Freilassing startete - bis Salzburg-Mitte sollte 2016 in Angriff genommen werden. Doch der Ausbau blieb im Stau stecken wie jeden Tag tausende Autofahrer. Es fehlten trotz anderslautender Aussagen immer mehrere Grundstücke in diesem Bereich und das Geld, immerhin rund zwei Millionen Euro.

hud

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