Ermittlungen der Polizei ergeben zwei unterschiedliche Fälle

Doch ein Toter! Verwirrung um Salzburger Messertat

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Die Ermittlungen der Polizei ergaben nun zwei voneinander unabhängige Vorfälle.

Salzburg - Je mehr Details von der Messerstecherei am Salzburger Hauptbahnhof bekannt werden, desto verwirrender wird es. Nun steht fest: Zeitgleich spielten sich dort zwei Fälle ab!

Zwei Tage nach der Messerstecherei im Salzburger Bahnhofviertel haben nun Ermittlungsergebnisse der Polizei etwas mehr Klarheit in den Ablauf gebracht. Wie bereits berichtet, waren am Samstagnachmittag, den 21. März zwei Männer schwer bzw. lebensgefährlich verletzt worden. Nun gibt es doch einen Toten, was zunächst von der Polizei auch so vermeldet und dann zurückgezogen wurde.

Doch der Reihe nach.

"Komplexe Tatortsituation"

Wie die Salzburger Polizei nun bekannt gab, handelt es sich nämlich offenbar um zwei unterschiedliche Vorfälle, die wegen der "zeitlichen und örtlichen Situation sowie dem augenscheinlichen Tatmodus und Tatmittel (Messer) vorerst ein möglicher Tatzusammenhang" nahelegt.

Die Polizei hat mittlerweile die Aufnahmen der Videokameras beim City Center und am Bahnhofsvorplatz ausgewertet und zudem rund 30 Befragen durchgeführt. Diese kamen zu dem Ergebnis, dass es sich um zwei unabhängige Fälle handelt:

Fall 1: Offenbar Zusammenhang mit Drogen oder Raub

Gegen 16.45 Uhr waren vor dem City Center am Bahnhofsvorplatz mehrere Personen in Streit geraten. Im Laufe dieses Streits ging dann ein 34-jähriger Tunesier mit einem Klappmesser auf einen 25-jährigen Algerier los.

Er fügte ihm mehrere Schnitt- und Stichwunden zu. Der 25-jährige Algerier wurde mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen ins Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Im Anschluss konnte die Polizei den mutmaßlichen Täter noch im Bereich des Hauptbahnhofs festnehmen.

Polizeisprecher Ortwin Lamprecht sagte laut salzburg24.at zur APA: "Die Ermittlungen gehen derzeit in Richtung Drogenhandel oder Raub." Der mutmaßliche Täter sei für die Polizei kein Unbekannter.

Fall 2: Deutscher erlag schweren Verletzungen

Nur wenige Minuten später, gegen 16.49 Uhr, wurde ebenfalls im Bahnhofsbereich ein zweiter Mann entdeckt. Auch dieser hatte erhebliche Stich- und Schnittverletzungen.

Wie salzburg24.de berichtet, soll dieser Mann beim Eintreffen der Rettungskräfte bereits kurz vor dem Ableben gewesen sein, konnte jedoch zunächst wiederbelebt werden.

Dieser Umstand führte wohl zu dem internen Kommunikationsfehler der Einsatzkräfte: Bis in den Samstag hinein berichtete die Landespolizeidirektion, dass der Mann noch an Ort und Stelle verstorben sei. Erst am Sonntag korrigierte die Polizei diese Meldung.

Der lebensgefährlich verletzte Deutsche wurde ins Landeskrankenhaus gebracht. Dort erlag er dann am späten Montagnachmittag seinen schweren Verletzungen.

Einen Zusammenhang mit dem ersten Fall konnte die Polizei ausschließen: "Die Videoauswertungen und Ermittlungen ergaben, dass der Betroffene zur Vorfallszeit alleine am Vorfallsort war."

Aus dem Archiv:

Ermittlungen der Polizei am Bahnhofsareal

Auseinandersetzung in Salzburg

mh/Pressemitteilung Landespolizeidirektion Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

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