Bekommt der Meridian bald Konkurrenz?

Österreichische Westbahn will nach Traunstein und Rosenheim

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Landkreis - Ab Dezember könnten Deutsche Bahn und Meridian Konkurrenz auf der Trasse nach München bekommen. Die Westbahn möchte ebenfalls auf der Strecke Salzburg-München fahren.

Das österreichische Unternehmen Westbahn Management GmbH prüft derzeit einen Einstieg in den deutschen Zugmarkt. Dies bestätigt eine Unternehmenssprecherin dem Portal zugreiseblog.de. Konkret geht es um die Strecke zwischen München und Wien.

Seit rund sieben Jahren ist das Unternehmen mit Sitz in Wien auf den Gleisen zwischen der österreichischen Landeshauptstadt und Salzburg unterwegs. Nun gibt es einen Antrag beim unabhängigen Regulator des Schienenverkehrs in Österreich, das Netz zu erweitern.

München ist Teil der Planungen

"München ist ein Teil davon", bestätigt eine Westbahn-Sprecherin gegenüber zugreiseblog.de. Jedoch sei der Antrag bei der Schienen-Control GmbH zunächst vor allem gemacht worden, um bestimmte Fristen einzuhalten. "Alles andere ist weiterhin sehr vage."

Bis September 2013 sind die Westbahn-Züge schon einmal bis ins deutsche Freilassing weitergefahren. Jedoch ist das Angebot damals eingestellt worden, weil zu wenige Fahrgäste den Zug genutzt haben. Auf der Strecke ist unter anderem auch der Meridian und der Railjet der Österreichischen Bundesbahnen ÖBB unterwegs.

Zunächst vier Züge täglich in Richtung München

Sollten die neuen Pläne umgesetzt werden, soll die Trasse nicht nur bis Freilassing führen, sondern über Traunstein und Rosenheim bis nach München. "Viele unserer Fahrgäste reisen nach München, weshalb sie in Salzburg umsteigen müssen. Wir möchten ihnen eine Verbindung von Wien nach München ohne Umstieg anbieten", erklärt das Unternehmen den Entschluss.

Zunächst sollen vier Züge täglich mit jeweils bis zu 310 Plätzen von München über Salzburg nach Wien und nochmal vier Züge in die Gegenrichtung fahren, ist in dem Antrag bei der Schienen-Control GmbH zu lesen. Weitere Details sind derzeit noch nicht bekannt. Starten könnte das Angebot im Dezember 2018, wenn alles nach Plan verläuft.

ksl

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Montage (picture alliance/dpa)

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