Heinz Schaden 

Finanzskandal: Salzburgs Bürgermeister schuldig gesprochen

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Salzburg - Blankes Entsetzen am Landesgericht Salzburg. Der seit 1999 amtierende SPÖ-Bürgermeister von Salzburg, Heinz Schaden, wird schuldig gesprochen.

Drei Jahre Gefängnis, eines davon muss er tatsächlich absitzen, zwei Jahre sind auf Bewährung. Untreue bzw. Beihilfe zur Untreue beim Salzburger Finanzskandal, heißt es im Urteil. Neben Schaden sind sechs weitere angeklagt, auch sie sind verurteilt worden. 

"Alle sind geschockt", erzählt Bürgermeister Schadens Anwalt, Walter Müller. Er wird in Berufung gehen und eine Nichtigkeitsbeschwerde einlegen. Die Schadenshöhe ist geschätzt, nicht belegt. So die Kritik. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig, wie die Bayernwelle berichtet.

Am Montag gibt es eine Pressekonferenz im Schloss Mirabell; allem Anschein nach wird Bürgermeister Schaden von seinem Amt zurücktreten.

Finanzsgeschäfte aus dem Jahr 2007

Es geht um fragwürdige Finanzgeschäfte zwischen der Stadt und dem Land Salzburg. Im Herbst 2007 hatte die Stadt dem Land sechs Zinstauschgeschäfte (Derivate) übertragen, die allesamt stark im Minus waren. Eine Gegenleistung für diese Übertragung war nicht ersichtlich.

Das Land Salzburg soll durch dieses Geschäft einen finanziellen Schaden von 4,8 Milliarden Euro erlitten haben.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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