Montagmorgen auf der Tauernautobahn bei Salzburg

Irre Aktion: Postlerin wendet in Rettungsgasse und wird zur Geisterfahrerin

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Pfarrwerfen/Salzburg - Für Kopfschütteln und Unverständnis sorgt derzeit ein Facebook-Video aus Österreich. Der Fahrer eines Postautos steht im Stau. Doch dann dreht er plötzlich um und wird zum Geisterfahrer in der Rettungsgasse.

Montagmorgen gegen 7.30 Uhr auf der Tauernautobahn in Fahrtrichtung Salzburg. Dort hatte sich auf Höhe Pfarrwerfen nach einem Unfall ein Stau gebildet. Alle Auto- und Lkw-Fahrer sind vernünftig und bilden eine Rettungsgasse. Alle? Fehlanzeige.

Im Stau standen auch ein Salzburger Lkw-Lenker und ein Postfahrzeug. Die Fahrerin des Postautos "nutzt" den freigewordenen Raum und dreht in mehreren Zügen einfach um. Durch die Rettungsgasse fährt sie als Geisterfahrerin zurück - offenbar um die nächstgelegene Ausfahrt zu erreichen und dort abzufahren. Diese lag laut Angaben des Lkw-Fahrers gegenüber dem ORF Salzburg etwa 500 Meter zurück. Er habe die Fahrerin noch angehupt, doch das lies die Frau unbeeindruckt.

Post kündigt dienstrechtliche Konsequenzen an

Der Lkw-Lenker wählte dann offenbar den Polizeinotruf und wurde zur Autobahnpolizei weiterverbunden. Dann hatte sein Handy keinen Strom mehr. Das Video habe er aber der Polizei übergeben. Bei der Post zeigt sich man über das Verhalten der Zustellerin entsetzt. "Wir werden dieses Verhalten, das für uns nicht nachvollziehbar ist, zunächst einmal intern überprüfen. Das Vorgehen ist nicht akzeptabel und wird auch dienstrechtliche Konsequenzen haben - wie die genau aussehen werden, kann ich derzeit noch nicht sagen. Wir haben mit der betreffenden Mitarbeiterin aber bereits Kontakt aufgenommen“, so der österreichische Post-Pressesprecher David Weichselbaum gegenüber dem ORF.

Das blüht der Fahrerin von Seiten der Polizei

Neben dienstrechtlichen Konsequenzen drohen der Geisterfahrerin auch zusätzliche Strafen von Seiten der Polizei. „Die Geldstrafe in solchen Fällen beträgt mindestens 400 Euro. Außerdem wird dem Lenker für mindestens sechs Monate der Führerschein entzogen.“ Das Video sei ein wichtiges Beweismittel, so Robert Kendlbacher von der Bezirkshauptmannschaft St. Johann gegenüber dem ORF. Die Polizei werde dem Vorfall auf jeden Fall nachgehen und Anzeige bei der zuständigen Behörde erstatten.

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot Facebook Ö3

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