Am Salzburgring

Der Duft von verbranntem Benzin und Gummi

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Sounds of Speed am Salzburgring

Salzburg - Wenn am Samstag ein Donnergrollen im Salzburger Nesselgraben zu hören ist, ist daran nicht Petrus schuld: 200 Oldtimer-Rennboliden kommen in die Mozartstadt.

An diesem Samstag gastiert im Salzburger Nesselgraben wieder die ADAC Salzburgring Classic „Sounds of Speed“ mit rund 200 Rennboliden aus sieben Jahrzehnten Automobilsport. Wer Motoren, Technik und die Duftmischung aus verbranntem Benzin und Gummi liebt, kommt voll auf seine Kosten. Eine Atmosphäre, wie sie bei modernen Motorsportveranstaltungen kaum noch zu finden ist.

Wenn die Piloten mit den historischen Rennern ohne Geräuschbegrenzung nach Lust und Laune über die rund 4,2 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke brettern, erleben die Zuschauer eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Rundenzeiten werden zur Information der Fahrer zwar erfasst, Wertungskriterien für den Klassensieg bei der „Sounds of Speed-Trophy 2014“ sind jedoch der Klang, die Seltenheit und der Erhaltungszustand der Fahrzeuge.

Am Start stehen Vorkriegssportwagen, Formel- und Rennsportwagen bis einschließlich Baujahr 1976 sowie Grand Tourisme und Tourenwagen bis Baujahr 1971, eingeteilt in sechs Gruppen.

Millionenschweres Teilnehmerfeld

Unter dem millionenschweren Teilnehmerfeld finden sich rare Vorkriegsklassiker wie ein Maserati Tipo 8CM mit 240 PS aus dem Jahr 1933, von dem lediglich 18 Exemplare gebaut wurden. Zu den Publikumslieblingen wird der 850 PS-starke BMW M1 Turbo aus dem Jahr 1981 zählen, den bereits Rennsport-Legende Hans-Joachim Stuck in der Deutschen Rennsport Meisterschaft pilotierte. In Aktion erleben kann man auch einen Hill GH2 Formel 1, Vorjahressieger der Sounds of Speed-Trophy, aus dem Jahr 1975.

Wegen des plötzlichen Todes von Teamchef Graham Hill, der bei einem Flugzeugabsturz starb, wurde der Wagen nie bei einem Rennen eingesetzt, sondern wanderte gleich ins Museum bis ihn sein heutiger Besitzer aus dem Dornröschenschlaf wachküsste. Begeisterung auslösen wird sicher auch der spektakuläre karossierte, extrem seltene Sportwagen Kellison J-5 aus dem Jahr 1959, dessen Technik einst für die Chevrolet Corvette und den Ford Thunderbird vorgesehen war.

Fahrerlager frei zugänglich

Nicht nur das Spektakel auf der Strecke ist ein Erlebnis, im frei zugänglichen Fahrerlager können die Fans die Fahrzeuge hautnah erleben: Dort erhalten sie Einblicke in deren Innenleben, können mit den Piloten über technische Besonderheiten oder die Fahrzeughistorie fachsimpeln und tolle Erinnerungsfotos schießen. Der Eintritt kostet zehn Euro, einschließlich Parkplatz und Zutritt zum Fahrerlager. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre sind frei. Für Besucher, die mit einem Oldtimer bis Baujahr 1984 anreisen, ist – solange Platz verfügbar - eine Parkfläche reserviert, die Fahrer erhalten eine Gratis-Eintrittskarte. Alle Informationen zur Veranstaltung findet man im Internet unter www.salzburgringclassic.de.

Pressemitteilung ADAC Südbayern

Zurück zur Übersicht: Salzburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser