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Halleiner Bürgermeister: „Stau in Bayern, wo er hingehört“

Hallein und Kuchl fordern Blockabfertigung am Walserberg

Hier beim Knoten Salzburg kommen zwei Urlauberkolonnen zusammen, aus Österreich und vom Walserberg kommend. Die Überlastung war am Samstag aber auch auf bayerischer Seite bemerkbar, auch hier begann der Kolonnenverkehr zum Teil bereits ab Bernau.
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Hier beim Knoten Salzburg kommen zwei Urlauberkolonnen zusammen, aus Österreich und vom Walserberg kommend. Die Überlastung war am Samstag (4. Juni) aber auch auf bayerischer Seite bemerkbar, auch hier begann der Kolonnenverkehr zum Teil bereits ab Bernau.

„Ohne Blockabfertigung am Walserberg wird es nicht gehen“, da sind sich Bürgermeister entlang der Tauernautobahn nach dem Stau-Samstag einig. Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger meint etwa, „dann ist der Stau da, wo er hingehört und wo die Leute herkommen“.

Salzburg/Hallein – Ein 28 Kilometer langer Kolonnenverkehr und zum Teil Stau auf der Autobahn haben am Pfingstsamstag (4. Juni) auch wieder zu verstopften Bundes- und Landesstraßen geführt, weil viele Urlauber entweder schon ab Traunstein auf Bundesstraßen gekommen sind oder aber in Salzburg die Autobahn verlassen haben – trotz Abfahrtssperren.

Die Bürgermeister von Hallein und Kuchl kritisieren nun das Land, aber auch die Polizei, die zu wenig kontrolliert hätte. „Wo steht der Landespolizeidirektor?“, fragte zum Beispiel Kuchls Bürgermeister Thomas Freylinger. Tatsächlich hatte das Land für das Pfingstwochenende keine Sicherheitsfirma für die Kontrollen beauftragt, die Polizei hätte alles alleine kontrollieren sollen.

Die jahrelangen Diskussionen hätten nichts gebracht, die Abfahrtssperren seien am Samstag nicht kontrolliert worden, er fordert nun vom Land, aber auch von der Polizei Lösungen. Die Polizei wiederum schiebt den schwarzen Peter zurück, „zuerst muss eine politische und dann eine gesetzliche Regelung getroffen werden, erst dann komme die Polizei ins Spiel“, sagt Polizeisprecher Hans Wolfgruber.

Rechtliche Handhabe fehlt

Die Polizei habe zahlreiche sicherheitspolizeiliche Aufgaben zu erfüllen, „und wenn wenige Kilometer von einer Abfahrt entfernt ein Unfall passiert, dann ist klar, dass sich die Streife zuerst um diesen kümmern muss“. Außerdem fehle einfach die rechtliche Handhabe, einen Autofahrer an der Abfahrt zu hindern, wenn dieser einen Grund für die Abfahrt glaubhaft machen kann, da genüge eben schon die Aussage, man wolle im nächsten Ort tanken oder für die Kinder ein Eis kaufen.

Halleins Bürgermeister Alexander Stangassinger ist jedenfalls überzeugt davon, dass die Abfahrtssperren nicht mehr wirken und fordert die von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll angekündigte Blockabfertigung am Walserberg für alle Autos. „Dann staut es sich nach Deutschland zurück, dann haben wir den Stau dort wo er hingehört und wo die Leute herkommen“, so Stangassinger im ORF-Radio.

Auch die oppositionelle SPÖ hatte von „Pfingstfeiertagen, die niemand haben will“ gesprochen, tatsächlich war der Kolonnenverkehr nur am Samstag. Familienbesuche oder Ausflüge seien nur mit teils stundenlangen Verzögerungen möglich. „Es kann nicht sein, dass viele Durchreisende auch heuer wieder ab Wals oder Anif abseits der Autobahn unterwegs sind und dann das niederrangige Straßennetz zusammenbricht“, so SPÖ Verkehrssprecherin Sabine Klausner.

Blockabfertigung = Sollen sie doch in Bayern im Stau stehen

Nach Ansicht der SPÖ reichen die Abfahrtssperren alleine nicht aus, um den Umgehungsverkehr durch die Gemeinden samt Stauchaos in den Griff zu bekommen. „Landesrat Schnöll muss schauen, wie Salzburg zu einer Blockabfertigung des Durchreiseverkehrs an der Landesgrenze kommt. Die Zeit drängt“.

Blockabfertigung würde heißen, dass schon am Walserberg nur mehr ein gewisses Kontingent an Pkw pro Stunde einreisen darf, dass sich die Urlauber dann schon stundenlang in Bayern vor der Grenze stauen beziehungsweise dort abfahren wird offensichtlich in Kauf genommen. Dass die Bayern sich das nicht gefallen lassen ist anzunehmen, Beschränkungen für das „Kleine Deutsche Eck“ von Salzburg aus über Bad Reichenhall in den Pinzgau werden immer wieder angedeutet.

hud

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