Bluttat in Salzburg

Grausamer Mord an zweifacher Mutter? – Ehemann jetzt in U-Haft

In diesem Haus im Stadtteil Schallmoos in Salzburg soll im vierten Stock die Tat geschehen sein.
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In diesem Haus im Stadtteil Schallmoos in Salzburg soll im vierten Stock die Tat geschehen sein.

Nach dem Mord an einer zweifachen Mutter in Salzburg, Schallmoos gibt es nun Hintergrundinformationen zu der Tat. Der mutmaßliche Mörder saß demnach bereits wegen Gewalt an seiner Ehefrau in Haft und hatte ein Kontaktverbot zu ihr. Nun sitzt er in U-Haft.

Update, 24. März, 18.14 Uhr - U-Haft durch Landesgericht Salzburg verhängt

Das Landesgericht Salzburg hat über Antrag der Staatsanwaltschaft Salzburg durch den zuständigen Haftrichter über den Beschuldigten die Untersuchungshaft verhängt. Es besteht bei ihm ein dringender Tatverdacht in Richtung des Verbrechens des Mordes

Der Beschuldigte hat sich, wie schon bei seiner polizeilichen Befragung, nun auch vor dem Haftrichter zur Tat geständig gezeigt.

Nach der Strafprozessordnung ist bei Kapitalverbrechen die Untersuchungshaft zwingend zu verhängen, außer es können alle Haftgründe wie Tatbegehungsgefahr, Fluchtgefahr und Verdunkelungsgefahr durch das Gericht ausgeschlossen werden. Man spricht hier vom sogenannten „bedingt-obligatorischen Haftgrund„. Dieser liegt gegenständlich aufgrund des dringenden Tatverdachtes in Richtung des Verbrechens des Mordes vor.

Der Beschuldigte verzichtete auf Rechtsmittel gegen die Verhängung der Untersuchungshaft.

In längstens 14 Tagen hat nach der Strafprozessordnung eine gerichtliche Haftprüfung stattzufinden. Ich werde über das Ergebnis dieser Haftprüfung berichten

Erstmeldung, 23. März, 10 Uhr - Grausame Tat in Salzburg

Salzburg - Der Mord an einer zweifachen Mutter in der Nacht auf Montag hatte bereits ein gerichtliches Vorspiel. So musste sich der serbische Ehemann (26) bereits wegen fortgesetzter Gewaltanwendung gegen seine rumänische Ehefrau (22) vor einem Schöffengericht verantworten, von diesem wurde er zu zwölf Monaten Haft verurteilt, davon allerdings zehn Monate auf Bewährung.

Unmittelbar nach der Verurteilung am 24. Februar wurde der Serbe wegen Anrechnung seiner U-Haft-Zeit seit einem Vorfall am 25. Dezember wieder freigelassen. In der Nacht auf Montag kam er trotz Kontaktverbot erneut zu seiner Noch-Ehefrau, wegen der bevorstehenden Scheidung soll es zu einem Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der Mann mit einem Küchenmesser mehrmals auf die Mutter der gemeinsamen Kinder einstach und tötete. Anschließend stellte er sich in einer Polizeiinspektion und legte ein Geständnis ab. 

In diesem Haus im Stadtteil Schallmoos in Salzburg soll im vierten Stock die Tat geschehen sein.

Der Hintergrund für die Verhandlung gegen den Serben war ein eskalierter Familienstreit am 25. Dezember 2020. Damals bedrohte der Serbe mit einem Klappmesser seine Ehefrau und deren Bruder, auch auf die Schwiegermutter ging der Serbe bei der Familienfeier mit Tritten und Schlägen los, verletzt wurde auch der Schwiegervater beim Versuch, ihm das Messer abzunehmen. Allen Beteiligten gelang es damals schließlich, den Serben am Balkon auszusperren. „Der 26-jährige Mann wurde am Balkon festgenommen, die Tatwaffe konnte bei ihm aufgefunden und sichergestellt werden“, so ein Sprecher der Polizei damals. 

Vorausgegangen war ein Streit zwischen dem Serben und der rumänischen Ehefrau in deren gemeinsamen Wohnung, die in der Nacht auf Montag zum Tatort am Mord der Rumänin wurde. 

hud

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