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Stadt Salzburg lehnt ab

Freilassinger Unternehmer Max Aicher darf kein neues Austria-Stadion bauen - Verein versteht die Welt nicht mehr

„Wenn Salzburg kein Stadion geschenkt haben will und auch keine Wohnungen braucht dann muss es der Stadt sehr gut gehen“, sagt Austria-Obmann Claus Salzmann sarkastisch. 
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„Wenn Salzburg kein Stadion geschenkt haben will und auch keine Wohnungen braucht dann muss es der Stadt sehr gut gehen“, sagt Austria-Obmann Claus Salzmann sarkastisch. 

Nur zwei Tage lang konnte der Fußball-Regionalligist Austria Salzburg von einem neuen Stadion träumen, dann platzte der Traum schon wieder.

Salzburg/Freilassing - Der Freilassinger Bauunternehmer Max Aicher als Sponsor des Klubs wollte am Messegelände ein neues Stadion bauen und es der Stadt schenken, gleichzeitig aber auch Wohnungen errichten, um den Stadionbau refinanzieren zu können. Salzburgs Bürgermeister Harry Preuner lehnte ab. Die Stadt sieht kein „Geschenk“ von Max Aicher „sondern ein Angebot zu seinem Vorteil“, so der Sprecher des Bürgermeisters.

Der Obmann der „Austria Salzburg“, Claus Salzmann, versteht die Welt nicht mehr. Da kommt ein Sponsor und Gönner des Vereines, will der Stadt ein neues Stadion schenken, dazu 100 dringend benötigte Wohnungen bauen und die Stadt sagt, „das brauchen wir nicht“. Max Aicher ist seit 3,5 Jahren des Salzburger Regionalligisten, „Herr Aicher hat eine Vorliebe für die Stadt Salzburg und große Intentionen in Richtung Nachwuchsarbeit beim Sport“, so Salzmann.

Durch die erfolgreiche Kampfmannschaft der „Austria“ kommen zu den Spielen am jetzigen Stadion in Maxglan jeweils rund 1000 Besucher, erst vor sieben Jahren wurde die Tribüne aufgestockt und eine moderne LED-Fluchtlichtanlage installiert. Genau diese entspricht aber nicht mehr den neuen Vorschriften, sie ist zu hell und müsste um 250.000 Euro umgerüstet werden. „Das lohnt sich aber nicht weil in drei Jahren laufen die Genehmigungen für das Flutlicht und die aufgebaute Tribüne aus, das heißt, dann müssen wir aus dem Stadion raus“.

Aichers Salzburg-Ambitionen 

Aicher hatte erst am Sonntag auf einer Vereinsfeier die Pläne für ein neues Stadion am Messegelände öffentlich gemacht, auf rund 38.000 Quadratmeter zwischen dem Parkplatz und der Autobahn sollte das neue Stadion, aber auch rund 100 Wohnungen entstehen, „da ist kein Naturschutzgebiet weit und breit“. Aicher hätte den Grund gekauft, das Stadion gebaut und anschließend der Stadt geschenkt, die „Austria“ wäre Mieter gewesen. „Das Stadion wäre mit Kunstrasen für alle möglichen Veranstaltungen zu nutzen gewesen“, so Salzmann, „aber wenn der Preuner sagt er will kein Stadion und keine Wohnungen dann geht es uns in der Stadt anscheinend eh sehr gut“. 

„Kein Geschenk sondern Angebot zum Vorteil Aichers“

Der Sprecher des Bürgermeisters, Bernd Huber, kann das Geschenk nicht als solches erkennen, „Herr Aicher möchte ein Stadion bauen, und das in einem Gebiet, in dem die Grünlanddeklaration der Stadt gilt“. Die Stadt müsste mit erheblichem, rechtlichem Aufwand dieses Grünland in Bauland umwidmen. „Dazu möchte er auch noch Wohnungen auf diesem Gelände bauen, also von einem Geschenk kann nicht die Rede sein sondern von einem Angebot Aichers zu seinem Vorteil“, so Huber. Dass Wohnungen neben der Autobahn vermittelbar und zumutbar seien bezweifelt Huber ohnehin. „Man kann nicht für jeden Verein der irgendwann einmal erfolgreich ist gleich ein Stadion bauen“, so der Sprecher des Bürgermeisters. 

Die „Austria“ prüft unterdessen  zwei weitere Standorte in der Stadt, „die nenne ich jetzt aber nicht sonst werden die auch gleich abgeschossen“. Möglich ist aber auch ein Standortwechsel nach Grödig, denn das Land will das dort ausgebaute Stadion kaufen und dann auch der Austria zur Verfügung stellen. 

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hud

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