Kundgebung zum Jahrestag der Befreiung der Stadt Salzburg 1945

KZ-Verband: „Rechtsextreme Zusammenrottungen auch bei Anti-Corona-Demos nicht verharmlosen“

Eine Schautafel in der Nähe der Eisenbahnbrücke Liefering zeigt  auch die Verhandlungen über die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg in den Morgenstunden des 4. Mai 1945.
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Eine Schautafel in der Nähe der Eisenbahnbrücke Liefering zeigt  auch die Verhandlungen über die kampflose Übergabe der Stadt Salzburg in den Morgenstunden des 4. Mai 1945.

An die Befreiung der Stadt durch die US-Armee am 4. Mai 1945 erinnert der KZ-Verband, sowie der Verband der Antifaschisten am Dienstag, 4. Mai, direkt bei der Eisenbahnbrücke Liefering über die Saalach. 

Salzburg - Der KZ-Verband und der Verband der Antifaschisten erinnern unter dem Motto „Befreiung – nicht Besatzung“ heuer erstmals direkt am Ort des Geschehens an die Befreiung der Stadt Salzburg durch die 3. US-Infanterie-Division. Die beiden Verbände wollen mit dieser Aktion ein deutliches Zeichen für ein antifaschistisches, weltoffenes, demokratisches und  rechtsstaatliches Österreich setzen und an den antifaschistischen Grundkonsens der Zweiten Republik erinnern.

„Diesen gilt es einmal mehr mit Nachdruck zu verteidigen“, so ein Sprecher des KZ-Verbandes, „wir warnen vor der Verharmlosung rechtsextremer Zusammenrottungen, wie sie in den vergangenen Monaten wiederholt im Zuge diverser Anti-COVID-Maßnahmen-Demonstrationen zu beobachten waren“. Alle demokratischen Kräfte seien aufgefordert, der rechtsextremen Propaganda entschieden und vor allem auch rechtzeitig entgegenzutreten. 

Der KZ-Verband/VdA warnt vor der Tendenz zur Aushöhlung rechtsstaatlicher Prinzipien, vor bürokratischer Willkür – auch und gerade im aktuellen Ausnahmezustand. Notstandsmaßnahmen, in welcher Form auch immer, dürfen nicht zur Regel werden und müssen zeitlich klar begrenzt bleiben. 

Verbände gegen Abschiebungen von Flüchtlingen

Die beiden Verbände erklären sich auch solidarisch mit allen demokratischen Kräften in Österreich, die sich für ein humanes Asyl- und Fremdenrecht einsetzen. „Die aktuelle Abschiebepraxis in der EU, die Pushbacks an den EU-Außengrenzen, die Elendslager in Griechenland widersprechen der UN-Menschenrechtskonvention und müssen in letzter Konsequenz vor unabhängigen internationalen Strafgerichten angeklagt werden“, so ein Verbandssprecher. „Überlassen wir die Straße nicht den Rechten, setzen wir ein Zeichen“. 

Die Kundgebung ist am 4. Mai, 18 Uhr, direkt ab der Schautafel des Lieferinger Kulturwanderwegs, an der Kreuzung Saalachstraße und  Eisenbahnbrücke Liefering. Die Kundgebung findet unter freiem Himmel und unter Einhaltung aller COVID-Bestimmungen statt.

hud

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