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25.000 Impfungen pro Woche am Flughafen möglich

Kommt ein regionaler Lockdown in Salzburg und Oberösterreich?

Ein Eurowings-Airbus wurde am Dienstag zu einem Impf-Flugzeug umfunktioniert, viele bekamen dabei im Innenraum der Maschine Urlaubsgefühle und fragten scherzhaft „wann heben wir ab nach Mallorca?“
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Ein Eurowings-Airbus wurde am Dienstag zu einem Impf-Flugzeug umfunktioniert, viele bekamen dabei im Innenraum der Maschine Urlaubsgefühle und fragten scherzhaft „wann heben wir ab nach Mallorca?“

Seit dem Inkrafttreten der 2G-Regel für den Freizeitbereich wollen sich plötzlich doch viele impfen lassen, doch zu viele haben nur die beiden Impfbusse im Auge, weil dort die Impfung „wie im Vorbeigehen“ wahrgenommen wird, Wartezeiten bis zu drei Stunden sind die Folge.

Salzburg - „Aber wir haben nicht nur die beiden Impfbusse sondern in allen Bezirken Impfstraßen und die vielen Impfordinationen in den Gemeinden, die fast 60 Prozent der Impfungen abwickeln“, sagt Rainer Pusch, Impfkoordinator des Landes. Ein besonderer Impf-Event war am Dienstag am Flughafen Salzburg, ein Airbus von Eurowings war zu einem Impf-Flugzeug umfunktioniert worden, nach dem Check-In und dem Sicherheits-Check wie bei einem echten Abflug gab‘s dann den Piks am Fensterplatz, Urlaubsfeeling inklusive.

Bei vielen Impfwilligen kamen schon in der Warteschlange vor den Check-In-Schaltern Urlaubsgefühle auf, starten doch viele normalerweise vom Flughafen im Stadtteil Maxglan aus in den Süden. Am Dienstag war das Ziel allerdings eine wartende Maschine am Vorfeld mit Impfärzten des Roten Kreuzes an Bord.

„Ich habe bisher überlegt, aber mein Vater hat mich jetzt überzeugt, dass es nicht gefährlich ist“, so der 14-jährige Samuel, der mit seinem Vater schon am Tag zuvor am Impfbus angestanden war, vergeblich. Die meisten finden die Idee gut, eine Impfung in einem Airbus ist dann doch noch ein Extra-Zuckerl. Für Robert Jahn von Eurowings Europe beweise mit der Aktion die Flugbranche einmal mehr, dass das Fliegen auch in Pandemie-Zeiten sicheres Reisen bieten würde.

Warum wird nicht am Sonntag geimpft?

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Anstieg der Impfquote in Österreich eigentlich schon nach dem Österreichischen Nationalfeiertag begonnen als klar wurde, dass ab Anfang November die 3G-Regel am Arbeitsplatz gelten werde. Die Ankündigung der Regierung vom Freitag, dass ab dieser Woche zusätzlich für den Freizeitbereich 2G gilt, also Essen gehen, Fortgehen, Friseur und Fitness nur mehr geimpft oder genesen, habe den Ansturm nur noch verstärkt.

Das Interesse der Impfwilligen konzentriert sich in Salzburg dabei hauptsächlich auf die beiden Impfbusse, die in Stadt und Land unterwegs sind, der Zustrom ist allerdings nach wie vor unterschiedlich: Während sich vor dem Impfbus am Europark-Vorplatz auch am Montag wieder eine lange Warteschlange bildete war der 2. Bus beim Interspar in Hallein eher verwaist.

„Wir haben aber nicht nur die beiden Busse mit Impfen ohne Anmeldung, in den Impfstraßen haben wir dutzende Termine zum Impfen täglich frei, auch die Impf-Ordinationen in den Landgemeinden stehen bereit“, so Rainer Pusch, Impfkoordinator des Landes. Die Kritik, warum die Impfbusse am Sonntag nicht unterwegs seien, kann er nicht verstehen, es gebe sechs Tage die Woche unendlich viele Möglichkeiten. „Außerdem werden wir Mitte November auch wieder im Messezentrum die abgebaute Impfstraße eröffnen“. 

Nach wie vor lassen sich auch Bayern in Salzburg impfen, auch wenn sie nicht in Salzburg wohnen oder arbeiten, mit ihrer AOK-Karte oder einem Ausweis erhalten sie in Österreich ebenso ihren ersten Stich oder eben die Auffrischung. 

Kommt regionaler Lockdown für Salzburg und Oberösterreich?

Die Impfquote in Stadt und Land Salzburg beträgt derzeit 60,8 Prozent, für die vom Land angepeilte Quote von 80 Prozent fehlen noch fast 100.000 Erstimpfungen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steigt unterdessen weiter an und kratzt mit 943 fast an der 1000-er Grenze, das Nachbarbundesland Oberösterreich steht mit 1021 noch schlechter da.

Während Österreichs Vizekanzler regionale Lockdowns auch für Geimpfte schon für möglich hält, ringt Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer noch darum diesen zu verhindern. Immerhin steht mit dem Wintertourismus viel auf dem Spiel, gut möglich dass am Ende die Rettung der Saison wieder einmal als Begründung für einen Lockdown herhalten muss.

Dass die Impfquote in Teilen des Landes extrem niedrig ist, schreiben viele hinter vorgehaltener Hand auch der rechtspopulistischen FPÖ zu, die sowohl gegen das Impfen, als auch gegen alle Schutzmaßnahmen wettert und weiter Demonstrationen gegen die ihrer Meinung nach „Einschränkung der Freiheitsrechte“ organisieren will. 

hud

 

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