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Bietet 2G genug Sicherheit?

Inzidenz über 800 - Christkindlmarkt Salzburg wird trotzdem aufgebaut 

Wolfgang Haider, Obmann des Christkindlmarkt-Vereines Salzburg
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„Wir hier am Christkindlmarkt reden nur von der G-Regel, wir gehen davon aus dass die Besucher wissen welche G-Regel aktiv ist“, so Wolfgang Haider, Obmann des Christkindlmarkt-Vereines Salzburg.

In Stadt und Land Salzburg steigen die Corona-Neuinfektionen derzeit dramatisch an, so meldet der Bezirk St. Michael über 1500 Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner, die Gemeinden rund um die Stadt 1300 und die Stadt selbst knapp über 800.

Salzburg - Trotzdem gehen die Verantwortlichen des Christkindlmarktes davon aus, dass sie am 18. November ihre Hütten rund um den Dom aufsperren dürfen, das derzeit gültige 2G-Konzept biete ausreichend Sicherheit. Geimpft oder genesen gilt allerdings nicht überall

Am Wochenende hat der Aufbau des Salzburger Christkindlmarktes begonnen, Traktoren rangierten die rund 100 Hütten auf ihre Plätze am Domplatz und Residenzplatz, eingeräumt werden Christbaum-Kugeln, Weihnachtskrippen, Strickwaren und vieles mehr von den Fieranten im Laufe der Woche. Ging Wolfgang Haider als Obmann des Christkindlmarkt-Vereines noch vor dem Wochenende davon aus, dass die 2G-Regel nur für Ess- und Trinkbuden gilt, hat sich das seit dem Wochenende bereits geändert, nun gilt der Christkindlmarkt als Zusammenkunft mit mehr als 25 Personen, damit gilt die 2G-Regel, egal ob man eine Christbaumkugel kauft oder einen Glühwein.

2G nur beim Einkauf 

Doch die Tücke steckt wie immer im Detail: „Die G-Regel gilt nur, wenn ein Besucher eine Kaufabsicht hat, wer nur durch den Christkindlmarkt flanieren möchte, braucht keinerlei Nachweis“, so Haider, denn auch in der Getreidegasse oder im Europark brauche ja niemand einen Geimpft- oder Genesen-Nachweis, wenn er durchgeht.

Konkret werden die Besucher ab dem 18. November an Kontrollstellen vor dem Residenz- und Domplatz ihren 2G-Nachweis vorzeigen können und dann ein farbiges Armband bekommen, damit können sie sich dann bei jedem Kauf an jeder Hütte ausweisen. „Wenn jetzt einer zum Glühweinstand kommt und vier Glühwein bestellt, wird der Verkäufer fragen ‚Und wo sind die drei anderen?‘“, zumindest in den ersten Tagen. Dass sich diese Kontrollpraxis im allabendlichen Trubel oder speziell an den Wochenenden durchsetzen wird, glaubt Haider auch nicht wirklich

Ist ein Markt derzeit verantwortbar?

Für Haider stellt sich die Frage nicht, ob ein Christkindlmarkt bei derart steigenden Infektionszahlen überhaupt verantwortbar ist. „Es geht doch darum, den Menschen zu zeigen, dass es noch Kultur gibt, denn das ist in den letzten eineinhalb Jahren vergessen worden“, meint Haider, vergisst dabei aber selbst, dass im Sommer nicht nur die Festspiele stattgefunden haben. Aber, so Haider weiter, immerhin seien in Österreich fast 65 Prozent der Bevölkerung geimpft und rund 10 Prozent genesen, „und wir wissen, wie wir mit Hygienemaßnahmen und Abständen umgehen“. Als „gelernter Österreicher“ müsse man positiv in die Zukunft sehen und nicht versuchen alles zu verhindern. 

Nach den aktuellen Regeln, die seit Montag gelten, dürfe man auf allen Weihnachtsmärkten in Österreich herumgehen, wenn man etwas kaufen wolle „gelten die G-Regeln“, Haider spricht bewusst nicht von 2G-Regeln.

Ob diese Regeln in einer Woche überhaupt noch angewendet werden weiß heute niemand, zahlreiche Experten und auch der grüne Vizekanzler in Wien meinten schon, lokale Lockdowns für alle, also auch für Geimpfte, könnten nicht ausgeschlossen werden, wenn die Zahlen nicht rasch nach unten gingen. Besonders betroffen sind derzeit die Bundesländer Oberösterreich und Salzburg. Salzburg fürchtet wieder einmal um die deutschen Gäste, wenn Deutschland eine Reisewarnung für das Bundesland ausspricht.

hud

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