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Viele Infizierte trotz Impfung

Impf-Nachfrage in Salzburg steigt wieder – Infektion gilt nicht mehr als Impfung

Zuletzt wurden die meisten großen Impfstraßen mangels Nachfrage geschlossen, in der Stadt Salzburg gibt es zum Beispiel keine Impfstraße mehr.
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Zuletzt wurden die meisten großen Impfstraßen mangels Nachfrage geschlossen, in der Stadt Salzburg gibt es zum Beispiel keine Impfstraße mehr.

Die Nachfrage nach Corona-Auffrischungsimpfungen steigt wieder, alleine im Juli wurden bereits 7000 Impfungen verabreicht, „das sind mehr als im Mai und Juni zusammen“, so der Impfkoordinator des Landes, Rainer Pusch. Jetzt will das Land wieder in allen Bezirken Impfstraßen anbieten – bis zu 20.000 Impfungen pro Woche wären möglich.

Salzburg – Das nationale Impfgremium hat eine allgemeine Empfehlung für den vierten Stich für alle Personen ab 65 Jahren herausgegeben. „Ich erwarte allerdings, dass diese Empfehlung für alle ab zwölf Jahre im Herbst kommen wird“, so Pusch. Das Land will schon jetzt die Impfstraßen in allen Bezirken wieder hochfahren, derzeit sind Impfstraßen nur in Wals-Himmelreich, in St. Johann und Zell am See vorhanden. Ab August sollen dann die Impfstraßen an zumindest zwei Tage pro Woche offen sein, geplant sind Mittwoch und Samstag. Nach wie vor setzt das Land auch auf die Haus- und Kinderärzte, hier sind 300 Ordinationen gelistet, „es gibt genug Kapazitäten“.

Warum steigt die Nachfrage?

Im Juli wurden alleine in den ersten drei Wochen bereits 7000 Impfungen verabreicht, „das sind mehr als in den Monaten Mai und Juni zusammen“, so Pusch. Wichtig sei auch, dass eine Krankheit und die Genesung nicht mehr als Impfung gilt, die Gültigkeit von Impfzertifikaten werde aktualisiert. Wie sehr sich die Nachfrage nach den Impfstoffen im Herbst noch steigern wird lässt sich derzeit kaum vorhersagen, „die Impfpflicht ist zwar abgeräumt aber eine Art 2-G-Nachweis könnte im Herbst wieder kommen, zum Beispiel für Reisen innerhalb Europas“.

Hausärzte impfen 70 Prozent

Nachdem der große Andrang nachgelassen, Impfstraßen geschlossen und Impfbusse wieder in den Garagen blieben haben vor allem die Hausärzte die Versorgung übernommen, derzeit verabreichen rund 300 Ärzte im Bundesland an die 70 Prozent der Corona-Impfungen. Im Moment würden allerdings noch viele Patienten auf einen modernisierten Impfstoff warten, der im Herbst kommen soll, davon rät Holger Förster als Impfreferent der Ärztekammer ab.

„Wir haben jetzt eine kritische Situation weil die neuen Omikron-Varianten viel infektiöser sind, auch wenn sie in der Regel leichtere Symptome auslösen. Auch der im Herbst erwartete, modifizierte Impfstoff beruhe auf dem ersten Stamm der Omikron-Variante. Zudem gibt es auch Personen, die sich statt einer Impfung auf die Medikamente verlassen, „diese sind aber kein Ersatz für eine Impfung“, so der Hausarzt Gunther Schlederer aus Lofer, „denn nur mit einer Impfung kann der Körper Antikörper aufbauen“.

Corona trotz Dreifachimpfung

Allein in den vergangenen sieben Tagen haben sich jeden Tag im Schnitt 700 Personen neu infiziert, an Spitzentagen waren es über 1000, die meisten davon geimpft. Für Pusch zeigen alle verfügbaren Studien nach wie vor eindeutig, dass eine oder mehrere Corona-Impfungen sowohl die Zahl der Infektionen verringert, als auch schwere Verläufe und Long-Covid Situationen. „Auch ein Patient mit einer dreifachen Impfung kann natürlich bis zu einer Woche mit Fieber zuhause im Bett liegen und außer Gefecht sein, die Frage muss dann sein: ‚Wie wäre die Krankheit ohne Impfung verlaufen?‘“.

Im Berchtesgadener Land bleibt das Impfzentrum in Ainring weiterhin auf einem niedrigen Niveau an drei Tagen geöffnet, derzeit am Donnerstag und Freitag von 12 bis 19 Uhr, sowie an Samstagen von 9 bis 17 Uhr.

hud

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