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„Danke“ oder mehr Geld für Gesundheitsberufe?

Gewerkschaft organisiert Fackelmarsch in Salzburg – Kritik an „Danke“-Kundgebung

Kimbie Humer-Vogl (links im Bild) rechtfertigt die Mahnwachen vor dem Salzburger Landeskrankenhaus.
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Kimbie Humer-Vogl (links im Bild) rechtfertigt die Mahnwachen vor dem Salzburger Landeskrankenhaus.

Mit einem Fackelmarsch am Dienstag (14. Dezember) will die Dienstleistungsgewerkschaft Vida in Salzburg unter dem Motto „Mehr wär fair“ bessere Arbeitsbedingungen für Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe fordern, alle würden seit fast zwei Jahren weit über ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Davon unabhängig gibt es von verschiedenen Seiten Kritik an den parteiübergreifenden „Danke“-Kundgebungen an den Wochenenden vor dem Landeskrankenhaus. Grüne-Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogl rechtfertigt die Mahnwachen.

Salzburg – Seit vergangenem Wochenende stehen Politiker der ÖVP, SPÖ und der Grünen, sowie der Neos abwechselnd im Schichtdienst mit großen „Danke“ und „Solidarität“-Schildern vor der Haupteinfahrt in das Landeskrankenhaus in Mülln. Hintergrund der ÖVP-Initiative ist durch diese Kundgebungen eine Bannmeile zu erreichen um damit demonstrierende Corona-Leugner und Maßnahmen-Gegner vom Landeskrankenhaus fernzuhalten.

Vor allem in Sozialen Medien wird nun Kritik laut, dass es in der aktuellen Situation nicht reiche vor den Kliniken ein „Danke“-Schild hochzuhalten. „Das stimmt“, räumt Humer-Vogl ein, „aber am Samstagnachmittag hatte ich nicht die Möglichkeit das Gesundheitssystem zu beeinflussen. Also hab mich für das Danke entschieden“. Zudem sei die Mahnwache derzeit die einzige Möglichkeit eine Bannmeile um Spitäler zu errichten, „bessere Alternativen haben wir gerade nicht, die brauchen Vorlaufzeit, wir arbeiten daran“.

Kritik gibt es auch an der von der Landesregierung beschlossenen Einmalprämie von 300 Euro für alle Mitarbeiter in landeseigenen Kliniken, Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Dies sei ein Schlag in die Gesichter des Pflegepersonals, „nun, das finde ich ein bisschen streng, es ist eine Anerkennung und jedenfalls besser als nichts“, so die Grüne-Fraktionsvorsitzende im Landtag. „Aber natürlich nicht genug“, ergänzt sie. Diese Anerkennung würde rund neun Millionen Euro kosten, „es wird spannend sein, wo wir diese neun Millionen abzwicken“.

„Wir tun ständig“

Häufig liest man in den Kommentaren zur Danke-Kundgebung den Satz „Tut endlich was“. Darauf Humer-Vogl: „Wir tun ständig“, alleine für Tariferhöhungen in den Seniorenwohnhäusern, extra Lehrgänge für Pflegende, Werbung für den Beruf, Lohnerhöhung für Diplomierte in der mobilen Pflege und vieles mehr habe das Land 74 Millionen Euro bereitgestellt. „Die gehen nicht ins Leere, aber kommen auch nicht bei allen an“. Aber sie sei dankbar für Ideen, wie man die Arbeitsbedingungen des Gesundheitspersonals verbessern könne.

Gleichzeitig räumt die Grüne ein, dass natürlich nicht nur das Gesundheitspersonal in der Corona-Krise gefordert ist: „Wir sind alle gefordert, und das Geld ist endlich. Ich denke an die Mütter, die das Homeschooling machen, an all die Ehrenamtlichen, die unterstützen wo sie können, an die Kindergartenpädagogen“. Aber die Krankenhäuser seien jetzt gerade der absolute Brennpunkt. Fackelzüge, Mahnwachen und Danke-Kundgebungen, aber auch Medienberichte und Kommentare auf Facebook & Co. würden etwas bewegen, „und Solidarität ist nie falsch“.

hud

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