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Entscheidung am Freitag anberaumt

Gesundheitsminister und Landeshauptmann streiten über Lockdown für Ungeimpfte in Salzburg

Land Salzburg, Landesmedienzentrum
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Den vom Gesundheitsminister geforderten Lockdown für Ungeimpfte lehnt der Landeshauptmann Haslauer ab, das sei nicht zu kontrollieren.

Die Infektionszahlen pro 100.000 Einwohner für das Bundesland kratzen weiter knapp an der 1000er Marke, einzelne Bezirke wie zum Beispiel der Lungau zählen bereits 1600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Salzburg - Im benachbarten Oberösterreich hat der Bezirk Vöcklabruck – unter anderem Mondsee – schon 1875. Österreichs Gesundheitsminister wollte daher am Mittwoch mit den Landeshauptleuten von Oberösterreich und Salzburg einen regionalen Lockdown für Nicht-Geimpfte verhängen, doch die beiden Länderchefs sträuben sich. „Die 2G-Regel seit Montag ist doch eigentlich schon ein Lockdown für Nicht-Geimpfte“, sagt Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Außerdem sei ein Lockdown für Ungeimpfte schwer bis gar nicht zu kontrollieren“.  

Die Lage auf den Covid-19-Stationen ist in Salzburg nach wie vor angespannt, am Mittwoch waren 165 Patienten in den Kliniken, davon 25 auf einer Intensivstation. „Das sind zwar seit drei Tagen stabile Zahlen, aber das wird sich weiter entwickeln“, ist auch Haslauer überzeugt. Trotzdem will er dem Vorschlag des Gesundheitsministers nicht folgen, einen regionalen Lockdown für Ungeimpfte zu verhängen, den im Übrigen der Gesundheitsminister auch alleine verordnen könnte, ohne Zustimmung eines Bundeslandes. Haslauers Grund für die Ablehnung: „Wir haben 2G für den Freizeitbereich seit Montag, das kommt doch einem Lockdown für Ungeimpfte schon  sehr nahe“.

Weil trotz hoher Infektionslage Messen stattfinden wird der Parkplatz am Stadion für Messebesucher gebraucht, die PCR-Teststation der Samariter musste wieder einmal nach Bergheim ausweichen.

Ein kompletter Lockdown für Ungeimpfte würde bedeuten, dass diese Personen das Haus nur mehr für lebensnotwendige Einkäufe und zum Arbeiten gehen verlassen dürfen, „das ist fast nicht zu kontrollieren“. Einen Lockdown für alle, wie von Experten und Medizinern gefordert, lehnt Haslauer kategorisch ab, „wenn jetzt ein Lockdown für alle kommt dann werden viele sagen ‚Warum haben wir uns impfen lassen wenn wir jetzt trotzdem nirgends mehr hin dürfen‘“.

Den Virologen wäre nach Haslauers Ansicht „übertrieben gesagt am liebsten jeder Österreicher würde sich in seinem Zimmer einsperren“. Man werde die Folgen dieses Lockdowns für Nicht-Geimpfte aber mit den Experten des Landes noch einmal diskutieren und am Freitag mit dem Gesundheitsminister dann entscheiden

Haslauer will vier Bereiche offenhalten

Den drastischen Anstieg der Infektionszahlen erklärt Haslauer auch damit, dass die Schutzwirkung der Impfungen doch nicht so lange wie geplant anhalte, so lasse bei AstraZeneca nach rund vier Monaten die Schutzwirkung nach, bei BionTech-Pfizer nach sechs Monaten. „Wichtig ist es also, die Auffrischungsimpfungen jetzt fortzusetzen, aber auch die Erstimpfungen sind enorm wichtig“. Haslauer baut allerdings schon vor, falls er am Freitag einem regionalen Lockdown doch noch zustimmen sollte oder müsste, er will vier Bereiche auf alle Fälle offen halten, „das sind Schulen und Kindergärten, sowie Gastronomie und die Hotellerie“.

Spektakuläre Impforte 

Nach rund 500 Impfungen am Dienstag in einem Airbus am Flughafen will das Land weitere, „spektakuläre Impforte“ anbieten, die Zahl der Impfungen nehme zu, das Land könne bis zu 25.000 Impfungen pro Woche durchführen. Dass Impfungen wirken würden auch die Tatsache beweisen, dass Gemeinden und Täler mit einer hohen Impfquote wie zum Beispiel das Gasteinertal jetzt vom Anstieg der Neuinfektionen kaum betroffen seien. 

Abschließend stellt Haslauer fest, dass er keine Lockdown verkünden werde nur um die Wintersaison zu retten, es gehe vielmehr darum für Salzburger ausreichen Klinikbetten zur Verfügung zu haben

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hud

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