Fluglärm: Flughafen kontert Kritik

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Salzburg - Das Management des Flughafens hat sich gegen die Kritik gewehrt. Die Vorwürfe sollen nicht der Wahrheit entsprechen. Das Datum für die nächste Dialogrunde steht fest.

Die Anrainer aus Salzburg und Bayern kritisieren das Flughafen-Management wieder einmal heftig - jetzt schießt der Flughafen zurück. Man wolle sich nicht mehr alles gefallen lassen, heißt es in einer Erklärung. Die Flughafen-Verantwortlichen sagen, dass die Vorwürfe nicht stimmen würden. Sie vermuten, dass es so Manchem darum geht, politischen Profit daraus zu schlagen.

Konkret gemeint ist damit unter anderem Astrid Rössler von den Salzburger Grünen. Die Politikerin war bis zu ihrer Wahl zur Landeshauptmann-Stellvertreterin Chefin des Anrainer-Schutzverbands. Auch bei der Anzahl der Flüge werde nicht die Wahrheit gesagt, so die Airport-Verantwortlichen. Demnach wurden im vergangenen Jahr 46.000 Flugbewegungen gezählt. 40 Prozent davon waren Linien- und Charterflüge, also Flüge mit Großraum-Maschinen. Das sei rund ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren, heißt es.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Salzburger Flughafen GmbH, LHStv. a. D. Dr. Othmar Raus, erteilte am Mittwoch, den 21. August den Auftrag, dass die nächste planmäßige Anrainer-Dialogrunde am Salzburg Airport für Montag, 28. Oktober, 17 Uhr, einberufen wird.

Als Tagesordnung schlägt Raus unter anderem eine Stellungnahme des Flughafens zu den Anzeigen der Anrainervertretungen, den Stand der bisherigen Erhebungen durch die Behörden, das aktuelle UVP-Gutachten zum Terminal T 2, einen Vorschlag zur Deckelung der Landungen an Winter-Samstagen, die Entwicklung des Lärms und der Flugbewegungen 2012 und 2013 sowie Vorbereitung eines Bürgerbeirates vor.

Der Aufsichtsratschef stellt klar, dass den politischen Anrainervertretern stets klar gemacht wurde, dass der Dialog ruht, wenn der Airport bei den Behörden angezeigt wird. Dies ist mit 21. Januar durch die (damalige) Anrainervertreterin Dr. Astrid Rössler und ihre Freilassinger Kollegin Dr. Bettina Oestreich erfolgt. Diese Anzeige war auch der Grund dafür, dass sich der Flughafen Rechtsbeistand und ein Rechtsgutachten beim renommierten Linzer Umweltrechtler Prof. Nicolas Raschauer eingeholt hat. Der Gutachter kommt zum eindeutigen Ergebnis, dass der Terminal T 2 nicht UVP-pflichtig ist.

Die Anrainer-Dialogrunde im heurigen Frühjahr ist aufgrund der vorgezogenen Neuwahlen zum Salzburger Landtag und der anschließenden Regierungsbildung unterblieben. Nach den Bundestagswahlen in Deutschland, den bayerischen Landtagswahlen und der Nationalratswahl in Österreich kann man sich aber wieder in Ruhe zusammensetzen und offene Punkte abarbeiten, so Raus. Raus stellt klar, dass der Dialog mit den Anrainern im engeren Sinn niemals ruhend gestellt wurde. Im Gegenteil: Der Flughafen geht jeder einzelnen Beschwerde nach, behandelt jeden Hinweis und bearbeitet jeden Antrag zum Beispiel auf Einbau von Lärmschutzfenstern.

Bayernwelle Südost/Pressemitteilung Salzburger Flughafen GmbH

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