240 Meter langer Rundkurs

Schlittschuhlaufen im Freibad - Eiszauber im Salzburger Volksgartenbad eröffnet

Rundkurs im Volksgarten Salzburg
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Der Rundkurs ist rund 240 Meter lang.

Salzburg - Mitten in der Stadt, dort wo sich im Sommer hunderte Badegäste in der Sonne aalen ziehen nun Eislauf-Fans ihre Runden auf einem 240 Meter langen Rundkurs. Wegen der Corona-Beschränkungen war die Eröffnung mehrmals verschoben worden, „jetzt ist die Genehmigung der städtischen Gesundheitsbehörde da, kontaktloser Sport im Freien ist erlaubt, wir lassen vorerst auch nur 200 Besucher herein“, so der Leiter der städtischen Freizeitbetriebe, Klaus Hinterberger.

Während die große, geschlossene Eishalle nach wie vor nur den Profisportlern und Eishockey-Cracks vorbehalten bleibt haben die Salzburger seit Montag ein völlig neues Eislaufvergnügen, das bisher nur Wien-Besucher vom Eistraum vor dem Wiener Rathaus kennen. Mitten auf den sommerlichen Liegewiesen des Volksgarten-Freibades im Stadtteil Parsch schlängelt sich nun ein 240 Meter langer, vereister Rundkurs, der zwei neue Eisflächen im Freien verbindet. Insgesamt stehen 1400 Quadratmeter zusätzliches Eis zur Verfügung, damit auch ohne Schnee ein wenig Weihnachtsfeeling aufkommt hat die Stadt entlang der Strecke rund 100 Christbäume aufgestellt und den Kurs mit Leuchtgirlanden aufgehübscht.


Das Schlittschuhvergnügen unter freiem Himmel ist coronabedingt noch eingeschränkt, der Start am Montag erfolgte „sanft“, die erlaubten 200 Besucher waren schnell erreicht, die Begeisterung unter den Kindern und Jugendlichen war sichtbar groß. „Eismeister werden das Treiben auf dem Eis natürlich im Auge behalten, die Fläche darf ja nur zum Sport betreiben genutzt werden“, so Hinterberger. „Wenn alles gut funktioniert, können wir in den Weihnachtsferien die Kapazität auch noch erhöhen, auf bis zu 350“. Ähnlich wie im Sommer bei den Freibädern der Stadt können Besucher die Auslastung auf der Stadt-Website checken.

Der Eis-Rundkurs misst circa 240 Meter und befindet sich mitten im Volksgarten-Freibad.

Der Eingang zum Eiszauber ist nicht über die Eishalle sondern über das Volksgartenbad, auf dem Weg zur Eisfläche und zum Schlittschuhverleih wird man mit zahlreichen Schildern noch an den vergangenen Corona-Sommer erinnert. Anders als beim derzeit nicht möglichen Eislaufen in der Halle gibt es im Freien keine Zeitbeschränkung, theoretisch könnte jemand von 10 bis 19 Uhr seine Runden drehen, die Schuhe anziehen muss man im Freien, Garderoben und auch die Gastronomie bleiben geschlossen, „es besteht auch keine Möglichkeit, sich im Innern aufzuwärmen“.

Der Betrieb des Eiszaubers unterliegt in Coronazeiten bestimmten Regeln. Besucherbeschränkungen, Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz in geschlossenen Räumen sind behördlich vorgeschrieben. „Diese Vorgaben müssen eingehalten werden, damit die neue Attraktion im Volksgarten auch weiterhin Salzburgs Eislauf-Fans zur Verfügung steht“, so Hinterberger.

600 Meter Kabel, 100 Meter Wasserleitungen

Der Aufbau im November dauerte zwei Wochen, 600 Meter Kabel und 100 Meter Wasserleitungen wurden verlegt. Ein Trafo mit 250 Kilowatt Leistung bringt Energie, stark gekühltes Glykol in den Kältematten sorgt in einer wassergefüllten Unterbauwanne für das Eis. Rechtzeitig vor der Badesaison wird die Bahn wieder abgebaut, die Rasenflächen rekultiviert und der Eiszauber über den Sommer eingelagert – seine Lebensdauer beträgt bis zu 25 Jahre.

hud

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