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Gegner zweifeln Notwendigkeit an

Droht ein finanzielles Desaster? Mönchsberg-Garage wird für 40 Millionen Euro ausgebaut

Mönchsberggarage Mönchsberg Salzburg Altstadt Ausbau
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Der Bauteil B der Mönchsberggarage aus den 1970er Jahren soll um 650 Stellplätze doppelt so groß werden. Auch die engen Treppenhäuser sollen dann breiter werden. 

Zehn Jahre lang versuchten Gegner den geplanten Ausbau der Mönchsberggarage zu verhindern, ohne Erfolg. Jetzt fehlt nur noch eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes: Muss die Umweltverträglichkeit geprüft werden? Die Eigentümer - Stadt und Land Salzburg – haben sich unabhängig davon erneut für den Ausbau der Garage B entschieden. 

Salzburg - Schon vor zehn Jahren hatte die Gesellschaft noch unter dem damaligen Bürgermeister Heinz Schaden entschieden, den Mönchsberg weiter auszuhöhlen und die Garage B – die hintere, rechte Einfahrt – um 650 Stellplätze zu vergrößern. Damals wie heute will man damit zum einen an Spitzentagen mehr Platz schaffen und zum anderen jetzt noch verparkte Innenstadt-Plätze wie den Kapitelplatz autofrei bekommen.

Entscheidung gefallen: Mönchsberggarage in Salzburger Altstadt wird ausgebaut

Nach dem Beschluss vom Donnertag (20. Januar) jubeln die Wirtschaftskammer und die Innenstadtkaufleute. Vor allem kaufkräftige Kunden aus Bayern würden nicht mit dem Bus in die Innenstadt kommen wollen, auch für die 1600 Betriebe in der Innenstadt sei der Ausbau „unverzichtbar“. Immerhin hätten die Einkaufszentren am Stadtrand auch tausende Parkplätze vor der Haustür. „Auch für viele der 14.000 Beschäftigte in der Innenstadt ist es nicht möglich, mit Bus und Bahn zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen“, so Wirtschaftskammer-Präsident Peter Buchmüller. Ebenfalls sei es den Kunden aus einem Einzugsgebiet von rund 100 Kilometern nicht zumutbar, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen, zum Essen oder zum Theaterbesuch zu kommen. 

Voll ausgelastet sind die beiden Mönchsberggaragen ehrlicherweise nur an wenigen Tagen, entweder im Winter beim Adventsingen oder im Sommer an  Regentagen, wenn Touristen aus dem Umland – unter anderem aus Bayern – Zeit haben, die Stadt anzuschauen.

„Steuergeld verbrannt“: Finanzielles Desaster durch Erweiterung der Mönchsberg-Garage?

Die Gegner, erst Anrainer im noblen Stadtteil Nonntal, wo die Baugrube während der Arbeiten im Berg entstehen soll, und später die Grünen in der Stadt haben erst Umweltschutz-Argumente vorgebracht, jetzt befürchten sie ein finanzielles Desaster. Die geplanten Baukosten sind in den vergangenen zehn Jahren von damals rund 20 Millionen Euro auf jetzt knapp 40 Millionen Euro gestiegen, ein neuer Stellplatz würde somit rund 60.000 Euro kosten.

Da die Parkgaragen-Gesellschaft die Baukosten alleine wird stemmen müssen, befürchten die Gegner, dass nach der Fertigstellung sogar Werbung gemacht werden müsste, um mehr Nutzer in die Garage zu locken, und damit mehr Verkehr in die Innenstadt. Grünen-Stadträtin und als solche Mitglied im Aufsichtsrat Ingeborg Haller befürchtet, dass die Parkgaragen-Gesellschaft nach dem Bau von einer Cash Cow zu einem Zuschussbetrieb wird, „für 650 neue Plätze, die wir nur an wenigen Tagen im Jahr brauchen werden, wird hier Steuergeld verbrannt“. Haller erinnert auch daran, dass 3000 Salzburger mit einer Unterschrift eine Bürgerbefragung forderten. Wegen eines Formfehlers wurden die Unterschriften allerdings nicht anerkannt. 

Dass die beiden Garagen A und B der Mönchsberggarage nur an wenigen Tagen im Jahr wirklich ausgelastet sei, meint Angelika Gasteiner, ebenfalls für die Grünen im Aufsichtsrat der Parkgesellschaft. „Wir wissen alle, wann die beiden Garagen voll sind, nämlich im Sommer wenn es regnet, da fährt aber kein einziger Salzburger in die Altstadt“. Die Geschäftsführung zählt aber immer eine „Vollauslastung“, auch wenn die Einfahrtsampeln nur wenige Minuten am Tag auf „rot“ stehen. 

hud

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