Fünf Tage in Felsspalte am Dachstein verbracht

So überlebte Henning K. in der eisigen Todesfalle

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Henning K. wurde nach fünf Tagen aus einer Felsspalte am Dachstein gerettet.
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Gosau/Salzburg - Fast 3.000 Meter ist der Dachstein in den österreichischen Alpen hoch. Bergsteiger Henning K. (45) aus Duisburg stürzte dort bei einer Tour in eine Felsspalte - und wurde erst nach fünf Tagen gerettet. Jetzt gibt es neue Details zu dem dramatischen Einsatz:

Wie die Bild-Zeitung berichtet, hatte der 45-Jährige unfassbar viel Glück. Der Mitarbeiter des Duisburger Oberbürgermeisters Sören Link (SPD) war seit 4. November bei eisiger Kälte in der 40 Meter tiefen Spalte auf rund 2050 Meter Seehöhe festgesteckt. Das letzte Lebenszeichen hatte es am 3. November gegeben, als Henning K. seinen Vater aus der elterlichen Ferienwohnung in Oberbayern kontaktiert hatte. Danach hörten seine Eltern drei Tage nichts mehr - und gaben schließlich eine Vermisstenanzeige in Duisburg auf.

Dies brachte die Sache ins Rollen. Die Beamten ermittelten und verständigten schließlich die Kollegen in Österreich, nachdem Henning K.'s Mietwagen geortet worden war. Schließlich fand eine Polizeistreife das Auto am Mittwoch tief verschneit am Fuße des Dachsteins.

Parallel dazu hatte der Verunglückte, der sich mit Proteinriegeln, den Resten aus seiner Trinkflasche und Schmelzwasser notdürftig ernährt hatte, immer wieder versucht, Notrufe abzusetzen. Doch die Verbindung riss immer wieder ab, die Leitstelle konnte teilweise nur das schwere Atmen von Henning K. hören. Dann der Durchbruch: Henning K. gelang es, Ortungsdaten von seinem GPS-Gerät abzulesen und per SMS zu versenden! 25 Retter rückten trotz hoher Lawinengefahr sofort in das extrem unwegsame Gelände aus und fanden Henning K. schließlich stark unterkühlt. Er wurde mit einem gebrochenen Bein und einer ausgerenkten Schulter gerettet und auf eine Intensivstation geflogen. Seine Körpertemperatur betrug nur noch 34 Grad.

"Zum Glück war er sehr gut ausgerüstet. Sonst hätte er wohl nicht überlebt", sagte ein Polizeisprecher in Österreich. Auch sein Boss, Bürgermeister Link, ist erleichtert. "Mein Dank gilt den Rettern. Ich hoffe, dass er schnell wieder auf die Beine und gesund zurück nach Duisburg kommt", sagte das Stadtoberhaupt der Bild.

Quelle: rosenheim24.de

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