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Ab 8. November gilt landesweit die 2G-Regel

„Freizeit-Lockdown“ in Österreich: Welche Regeln gelten für die Einreise aus Bayern?

2G-Corona-Regel Österreich Einreise aus Bayern
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In Österreich gilt ab 8. November 2021 landesweit die 2G-Regel.

Wien/Landkreis – In Bayern gelten seit Samstag (6. November) wieder neue Corona-Regeln. Unser Nachbarland Österreich geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter und führt ab Montag (8. November) landesweit die 2G-Regel ein. Sogar (erneute) „regionale Lockdowns“ sind nicht ausgeschlossen.

In Österreich dürfen Menschen ohne Impfschutz ab sofort nicht mehr in Restaurants essen gehen, Sportveranstaltungen besuchen oder Skilifte benutzen. Am Montag (8. November) trat für viele Freizeitaktivitäten die sogenannte 2G-Regel in Kraft, nur mehr Geimpfte und von Covid-19 Genesene haben daher Zutritt (News-Ticker Montag, 8. November). Bislang haben mehr als ein Viertel der Menschen in Österreich ab 12 Jahren noch kein Impfzertifikat - das ist einer der Hauptgründe für die steil ansteigenden Fallzahlen und die sich füllenden Krankenhäuser. Die 2G-Regel gilt in Lokalen, bei Veranstaltungen, in Hotels sowie bei sogenannten körpernahen Dienstleistern wie Friseursalons oder Massagestudios. Kinder unter 12 Jahren sind übrigens grundsätzlich von der 2G-Regel ausgenommen. Für 13- bis 15-Jährige reicht ein negativer Test.

„Wir gehen schon davon aus, dass das einen starken Beitrag zur Eindämmung des Geschehens leisten kann“, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) in einem Interview mit dem ORF. „Regional können natürlich zusätzliche Maßnahmen gesetzt werden, wenn es notwendig ist“, sagte er im Hinblick auf die extrem hohen Infektionszahlen in manchen Bundesländern. Regionale Lockdowns könnten zwar nur die „allerletzte Konsequenz“ sein, meinte er - doch ganz wollte Kogler solch ein Szenario nicht ausschließen.

Diese „allerletzte Konsequenz“ dürfte im Falle des Falles dann wohl am ehesten wohl die an die OVB24-Region angrenzenden Bundesländer treffen, die derzeit besonders stark mit Corona belastet sind. In Oberösterreich lag die durchschnittliche 7-Tage-Inzidenz bei 932 (Stand: 6. November), wobei einzelne Bezirke wie zum Beispiel Braunau (1288) teilweise noch deutlich höhere Werte aufwiesen. In Salzburg lag der Schnitt bei 922, wobei hier besonders der Bezirk Salzburg-Umgebung mit einer Inzidenz von 1277 besonders stark betroffen ist. In Tirol lag die durchschnittliche Inzidenz bei rund 526, wobei aber die Zahlen zum Beispiel im Raum Kufstein auch deutlich höher sind (669). Als ein Grund für die hohen Zahl muss die niedrige Impfquote genannt werden – Oberösterreich und Salzburg weisen hier die mit Abstand niedrigsten Zahlen im landesweiten Vergleich auf.

Doch haben die neuen Regeln in Österreich nun auch Auswirkungen für Reisende, die aus Deutschland einreisen? Vor allem in unserer Region gibt es ja viele Pendler/Menschen, die regelmäßig ins Nachbarland müssen. rosenheim24.de beantwortet die wichtigsten Fragen:

Was gilt für die Einreise aus Bayern nach Österreich?

Österreich stuft Deutschland derzeit als Land mit „geringem epidemiologischem Risiko“ ein. Deswegen gilt bei der Einreise das 3G-Prinzip. „Bei der Einreise nach Österreich muss ein gültiges negatives Testergebnis, ein Impf- oder ein Genesungsnachweis oder ein ärztliches Zeugnis darüber mitgeführt werden. Diese Dokumente müssen in lateinischer Schrift in deutscher oder englischer Sprache ausgestellt sein und sind auf Verlangen der Behörde vorzuweisen“, heißt es dazu auf der Webseite des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Reist eine Person ohne gültigen Nachweis nach Österreich ein, ist unverzüglich nach Einreise, jedenfalls spätestens innerhalb von 24 Stunden, ein Test auf SARS-CoV-2 durchzuführen. Zudem muss - vor der Einreise - eine sog. „Pre-Travel-Clearance“ ausgefüllt werden, also eine Einreiseanmeldung. Anerkannt werden PCR- und Antigen-Tests von anerkannten Stelle sowie Selbsttests, sofern sie von einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst werden. In Österreich gelten dann für die Reisenden auch die neuen Corona-Regeln, also das 2G-Prinzip.

Was gilt beim kleinen Grenzverkehr?

Für Kurzaufenthalte von unter 24 Stunden in Österreich benötigen Reisende einen negativen Test oder den Nachweis einer Impfung bzw. Genesung. Das österreichische Einreiseformular muss nicht ausgefüllt werden. Bei der Rückkehr nach Deutschland sind nach Kurzaufenthalten von unter 24 Stunden laut ADAC derzeit weder digitale Einreiseanmeldung noch Quarantäne oder Corona-Test vorgeschrieben.

Was gilt bei der Rückkehr nach Deutschland?

Das gilt bei der Einreise nach Deutschland.

Österreich wird von Deutschland (Auswärtiges Amt) derzeit nicht als Hochrisikogebiet eingestuft (RKI-Liste der Risikogebiete). Deswegen muss bei der Rückkehr keine digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Auch Quarantäne ist nicht notwendig. Es gilt jedoch die 3G-Regel – bedeutet: Ungeimpfte müssen an der Grenze einen negativen Corona-Test vorlegen. Geimpfte und Genesene müssen einen entsprechenden (gültigen) Nachweis mitführen.

Ankündigung zeigt in Österreich bereits Wirkung

Die Ankündigung der Einführung von landesweitem 2G zeigte übrigens bereits am Wochenende (6./7. November) Wirkung: Landesweit wurden in Österreich stark steigende Impfzahlen gemeldet. Als Anreiz für Spätentschlossene wurde zudem eine Übergangsfrist geschaffen: Vier Wochen lang gilt schon die Erstimpfung zusammen mit einem negativen PCR-Test als 2G-Nachweis. Danach muss der vollständige Impfschutz nachgewiesen werden.

Großes Interesse gibt es derzeit auch an Auffrischungsimpfungen, denn zusammen mit der 2G-Regel wurde die Gültigkeitsdauer der zweiten Impfdosis auf neun Monate begrenzt. Auch BGLand24.de hatte schon von einer Schülerin aus Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) berichtet, die sich am Wochenende an einem Impfbus in Salzburg „pieksen“ ließ.

mw

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