Grenzübergreifende Übung: Kampf gegen die Zeit

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Grödig - Eine Übung für einen grenzüberschreitenden Einsatz: Die Feuerwehren aus Grödig und Marktschellenberg haben zusammengearbeitet. Es galt verletzte Straßenrennfahrer zu retten.

Es ist ein dramatischer Anblick, der sich den Einsatzkräften bot, als sie am Abend zu einem Verkehrsunfall auf einer Gemeindestraße in Grödig gerufen wurden. Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehren Grödig und Marktschellenberg hatten sich ein besonders perfides Unfallszenario ausgedacht und umgesetzt. Zwei Autos liefern sich auf der schmalen eigentlich nur als Fußweg genehmigten Straße vom Fußballstadion Richtung Grödig ein illegales Autorennen und verunglücken dabei mit weit zu hohem Tempo unmittelbar vor der Autobahnunterführung. Beide Fahrzeuge überschlagen sich und bleiben völlig zertrümmert liegen.

Die Fahrer sind jeweils im Fahrzeug eingeklemmt und schwerst verletzt. Auch eine dritte Person wird bei dem Unfall schwer verletzt, kann sich aber selbstständig befreien und irrt nun im Unterholz neben der Autobahn umher.

Für die Freiwilligen Feuerwehren aus Grödig und aus Marktschellenberg war es eine durchaus besondere Herausforderung. Die österreichische Feuerwehr besitzt nämlich andere Rettungsgeräte (vom Typen und Hersteller) als die bayerischen Kollegen und so ist das gemeinsame Üben solcher Schadenslagen extrem wichtig. Nachdem die Marktschellenberger Kollegen eines der beiden Unfallautos als Einsatzziel zugewiesen bekommen hatten, wendeten diese ein neues Verfahren an um schnell zum im Fahrzeug eingeklemmten Lenker zu gelangen. So drehten sie das Fahrzeug mit Hilfe von Leitern zurück auf die Räder und konnten so schneller und effektiver zum Patienten gelangen.

Unter Begleitung durch den Rettungsdienst wurde der noch eingeklemmte aus dem Fahrzeug befreit und dem Rettungsdienst übergeben, der sofort mit der Wiederbelebung begann. Die Grödiger Kameraden wiederum mussten aus dem zweiten Fahrzeug den eingeklemmten Lenker befreien.

Dieser war durch das überschlagene Fahrzeug und dem Anprall gegen die Autobahnunterführung schwerst eingeklemmt. Auch hier gelang es den Einsatzkräften, nach einigen aufwendigen Maßnahmen den Patienten aus dem Fahrzeug zu befreien und dem Rettungsdienst zu übergeben.

Weitere Kameraden hatten unterdessen begonnen, das Umfeld der Unfallopfers abzusuchen und fanden dabei das dritte Unfallopfer, welches nun mittels Schaufeltrage sicher zum Rettungswagen transportiert und dort versorgt wurde.

Nach rund einer Stunde hatten alle Einsatzkräfte die an sie gestellten Aufgaben vorbildhaft erledigt und abgearbeitet. Das eine oder andere Problem konnte so in der Nachbesprechung erörtert und besprochen werden. So ging eine schon traditionelle gemeinsame Übung die über die Grenzen zu Ende.

Fotos der Feuerwehrübung: Kampf gegen die Zeit

Aktivnews

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