Flatscher stolz auf Freilassinger Künstler

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Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher (Mitte) beim Besuch der Ausstellung in Salzburg.

Freilassing/Salzburg - Mit dem allumfassenden Thema „Totentanz“ befasst sich eine Ausstellung, die während der Festspielzeit in der Berchtoldvilla im Salzburger Nonntal zu sehen ist.

Anlässlich der Festspiel-Neuinszenierung des „Jedermann“ haben sich 23 Künstlerinnen und Künstler in 70 Aspekten dem Motiv „Totentanz“ in unterschiedlichen Darstellungsformen angenähert. Mit Marianne Dodillet, Walter Knaus und Edmund Rilling präsentieren auch drei Freilassinger Künstler ihre Werke. Für Bürgermeister Josef Flatscher Anlass genug für einen offiziellen Besuch der Ausstellung.

Begrüßt wurde die Freilassinger Delegation von Kurator Werner Hölzl, der auf die Geschichte des Totentanzes einging und fachkundig durch die Ausstellungsräume führte. Die Ursprünge des Totentanzes gehen ins Mittelalter zurück, vornehmlich in die Zeit der großen Pest um 1350, die nahezu die Hälfte der Bevölkerung in Mittel- und Westeuropa dahinraffte. Im volkstümlichen Aberglauben entstanden Vorstellungen und Bilder, in denen die Toten die Lebenden zu einem Tanz über den Gräbern in ihr Dasein miteinbezogen, um ihre Macht zu demonstrieren und die irdische Vergänglichkeit in Erinnerung zu rufen. Schon in frühesten Totentanzdarstellungen steht das gemeinsame Auftreten des Todes mit unterschiedlichsten Personen im Mittelpunkt. Von den ranghöchsten zu den niedrigsten Vertretern der Gesellschaft müssen Jedefrau und Jedermann nach seiner Pfeife tanzen. Zahlreiche Kunstschaffende haben sich immer wieder mit diesem vielseitigen Thema befasst.

Anlässlich der Neuinszenierung des Salzburger Jedermann haben sich nun auch 23 Künstler der „art bv Berchtoldvilla“ mit dem Thema befasst und in 70 Aspekten in Szene gesetzt. Ob Gemälde, Grafiken und Fotomontagen, ob Materialbilder, Skulpturen und Installationen, es ist sehenswert, wie unterschiedlich sich die Künstler dem nicht unbedingt leichten Thema annähern. Bemerkenswert, welch menschliche und teils erheiternde Züge der Tod in vielen der Exponate annimmt, so beispielsweise in Werner Hölzls Grafik „Jedermanns Totentanzschule“ oder bei Christiane Pott-Schlager und ihrem „Totentanz für Falschparker“.

Künstler aus Freilassing auch dabei

Besonders erfreut zeigte sich Bürgermeister Josef Flatscher, dass sich auch Freilassinger Kunstschaffende mit dem Thema „Jedermanns Totentanz“ auseinandergesetzt haben. In ihrer Raumskulptur „La Ronde“ lässt Marianne Dodillet ihre Figur inmitten einer Installation aus Sensen und Spiegeln tanzen. Die Beziehung von Leben und Tod stellt Walter Knaus in seiner Mezzotinte-Arbeit „Eros-Thanatos-Allegorie“ dar. „Dance Macabre“ sind die beiden Pastellkreidearbeiten von Edmund Rilling überschrieben. „Es ist, als würde die Zeit still stehen. Die Figur, der ich eine gewisse Ähnlichkeit zu einem gewissen Intendanten zuschreibe, tritt auf die Weltbühne zum Tanz. Aber die Jahre auf der Bühne sind bereits gezählt. Der Tanz beginnt im egalisierenden Aspekt des Todes“, so beschreibt Edmund Rilling sein Werk „Frisk“ (Letzter Sprung). Auch das zweite Bild, „Grand Pas de Deux, Adage+Coda“ setzt sich mit der Ambivalenz zwischen Leben und Tod auseinander.

Besonders stolz ist Edmund Rilling darauf, dass seine Arbeit „Frisk“ als Ausstellungsmotiv ausgewählt wurde und alle Werbematerialien ziert. Wegen der Hochwasserereignisse konnte Bürgermeister Josef Flatscher bei der Ausstellungseröffnung durch Festspielpräsidentin Helga Rabl- Stadler nicht dabei sein. „„Es ist mir Ehre und Vergnügen, den Ausstellungsbesuch nachzuholen und damit auch unseren Freilassinger Künstlern meine Referenz zu erweisen“, betonte Josef Flatscher. Beeindruckt zeigte sich Flatscher nicht nur von der künstlerischen Vielfalt und von der Qualität der Ausstellung, sondern auch von den Ausstellungsräumlichkeiten in der Berchtoldvilla. Josef Flatscher bedankte sich bei Kurator Werner Hölzl für die sachkundige Führung und besonders „bei meinem Freund Edmund Rilling, der in Sachen Kunst ein würdiger Botschafter der Stadt Freilassing ist“.

Die Ausstellung dauert noch bis 31. August. Weitere Informationen unter www.artbv-salzburg.com.

nh

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