Zweiter Berchtesgadener Advent: Hohe Ziele

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Brigitte Reiter, Geschäftsführerin der Berchtesgadener Advent GmbH, hofft, dieses Jahr 50.000 Besucher begrüßen zu dürfen.

Berchtesgaden - Nach der erfolgreichen Premiere des Berchtesgadener Advents im letzten Jahr möchten die Veranstalter heuer 50.000 Besucher in den Markt locken.

Der Berchtesgadener Advent soll weiter wachsen, wenn es nach der Geschäftsführerin der Berchtesgadener Advent GmbH, Brigitte Reiter, geht. „Über 30.000 Besucher“ konnten die Veranstalter bei der Premiere im letzten Jahr verbuchen.

Dieses Jahr will man die 50.000 Besucher-Marke knacken. Das Konzept steht, zahlreiche Neuerungen sollen dafür sorgen, dass man sich in Berchtesgaden auch als Adventsmarkt in überregionaler Hinsicht etabliert. Beginnend mit dem „Alpen-Advent“, ein exklusiver Zusammenschluss von vier Regionen in drei Ländern (Berchtesgaden, Großarl, Sterzing, St. Wolfgang), die sich zum weihnachtlichen Auftakt, dem „Advents-Opening“, gemeinsam in Linz präsentieren. „Der Aufwand ist enorm“, sagt Reiter.

Ziel des Alpen-Advents, bei dem 30 Holzhütten eigens nach Linz transportiert werden: Vorweihnachtliche Stimmung bereits Anfang November verbreiten. „Wir wollen zeigen, dass ein Besuch der beteiligten Adventsmärkte es immer wert ist, gewachsene Traditionen zu erleben“, sagt Reiter. Nächstes Jahr wolle man mit dem Alpen-Advent in die Landeshauptstadt nach München. Die Verhandlungen seien schwierig, „aber das wird schon“, so ein Gesellschafter des Berchtesgadener Advents, der guter Dinge ist.

Indes waren die Erwartungen, die die insgesamt zehn Gesellschafter an die Premiere des eigenen Berchtesgadener Advents im letzten Jahr gestellt hatten, groß, wurden aber erfüllt, so Reiter. 40 Adventshütten waren im Einsatz. Dieses Jahr sollen vier weitere hinzukommen. Bis auf einen werden alle Hüttenbetreiber wieder mit dabei sein. „Das zeugt von einer gewissen Zufriedenheit.“ Und in der Tat: 2010 wurden in Berchtesgaden zur Adventszeit so viele Menschen begrüßt wie in keinem Jahr zuvor. „Wir können nur anhand der verkauften Glühweine hochrechnen“, sagt Reiter. 30.000 neue Tassen habe man deshalb geordert. Diese haben sich als beliebte Sammlerstücke erwiesen und so war es kein Wunder, dass man das Design behutsam anpasste. In Zukunft wolle man jedes Jahr ein neues Motiv präsentieren.

Das Adventshaferl als Sammlerobjekt: „Wir haben Hunderte Haferl über das Internet verkauft“, sagt Ludwig Schauer von der Enzianbrennerei Grassl, ebenfalls Gesellschafter. Das Credo des Adventsmarkt sei gewesen, gemeinsam anzupacken und „was Gescheites zu machen.“ Beruhend auf Berchtesgadener Traditionen, ganz ohne gewohnten Weihnachts-Kitsch und – darauf legen die Macher Wert: „Verbot für „Weihnachtsmann und Rentiere.“

Berchtesgadener Advent geht in die zweite Runde

„Wir setzen auf die Berchtesgadener Handwerkskunst“, sagt Brigitte Reiter. Bereits im letzten Jahr hatte man lebensgroße, eigens von einem heimischen Schnitzer erstellte Objekte geschaffen, Arschpfeifenrösserl, Engerl, unzählige Holzobjekte, die einen Blickfang boten und überall im Markt Berchtesgaden aufgestellt waren. In diesem Jahr sollen sie zusätzlich beleuchtet werden, um noch besser aufzufallen. Kostenlose, winterliche Pferdekutschenfahrten, regelmäßig stattfindende Turmbläser- und Hirtenspiel-Einlagen, musikalische Programmpunkte, Zwergerl-Hütten für die Kleinen, Streichelgehege, Engerlpostamt und ein Wettbewerb, initiiert vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, „Weihnachtslieder selber singen“, erwartet die Advents-Besucher ab dem 26. November, wenn die offizielle Eröffnung erfolgt.

Ebenso hat man sich auf Veranstalter-Seite dafür entschieden, große Eingangstor bauen zu lassen, eins am neuen Postturm, das andere am Triembachereck, fünf Meter breit, vier Meter hoch. Komplett aus Holz gefertigt, sollen die beleuchteten Objekte Gäste zum Besuch des Adventsmarkts animieren. Erneut wollen die Initiatoren wieder 500 Christbäume im Marktbereich aufstellen lassen, Baumlabyrinth am Schlossplatz inklusive. „Der Zuspruch war sehr gut“, sagt Reiter, die vor allem auf Gruppenreisen setzt.

Speziell geschnürte Pakete soll es geben, die Nachfrage sei da – von „Tschechien bis nach Italien.“ Und weil diese so groß ist, wurden die Öffnungszeiten des Berchtesgadener Advents nach hinten hinaus verlängert. Dieses Jahr ist nicht mehr am Heiligen Abend Schluss, sondern erst eine Woche später, am Samstag, 31. Dezember. 50.000 Besucher erwarten sich die Veranstalter in diesem Jahr, auch für 2012 rechnet man mit vergleichbaren Zahlen. Auf lange Sicht hinaus möchte man dann aber nochmals deutlich wachsen.

Von 80.000 Besuchern war in der Vergangenheit die Rede, davon, dass man allein mit dem Berchtesgadener Advent 15.000 zusätzliche Übernachtungen in der Region generieren möchte, sofern die marketingtechnischen Maßnahmen alle greifen. Ob überregionale Berichterstattung oder öffentlich-rechtliche TV-Anstalten: Zusagen für dieses Jahr gibt es schon einige. Die Zuversicht ist groß. Los geht es am Donnerstag, 24. November. Die offizielle Eröffnung des Berchtesgadener Advents findet am Samstag, 26. November, um 14.30 Uhr statt.

Weitere Öffnungszeiten:

Donnerstag, 24. November, bis Sonntag, 27. November; Donnerstag, 1. Dezember, bis Dienstag, 6. Dezember; Donnerstag, 8. Dezember, bis Sonntag, 11. Dezember; Donnerstag, 15. Dezember, bis Donnerstag, 23. Dezember – jeweils von 12.00 Uhr bis 20.00 Uhr geöffnet; Freitag, 24. Dezember – 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet; Dienstag, 27. Dezember, bis Samstag, 31. Dezember – 12.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet (Schlossplatz geschlossen)

kp

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