Zwei Bergsteiger in Bergnot

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Berchtesgaden - Am Montagnachmittag sind zwei Bergsteiger aus Tschechien am Watzmann in Bergnot geraten. Grund war vermutlich die schlechte Witterung.

Gegen 16.30 Uhr ging bei der Polizei in Berchtesgaden ein Notruf von einer Touristik-Info in Tschechien ein: Zwei tschechische Bergsteiger sind bei der Watzmannüberschreitung in Bergnot geraten.

Wie die Polizei mitteilt, nahm die Bergwacht telefonischen Kontakt zu den zwei Personen auf und konnte so auch deren genauen Standort ermitteln: Sie befanden sich am Grat zwischen der Süd- und Mittelspitze in ca. 2500 Metern Höhe. Beide waren unverletzt, aber dichter Nebel behinderte ihr Weitergehen.

Alpinpolizisten und die Besatzung eines Münchner Polizeihubschraubers hatten versucht, zu den zwei Bergsteigern zu fliegen, doch dieser erste Versuch musste abgebrochen werden - das Wetter war zu schlecht. Dichter Nebel und Wolken machten eine Rettung per Hubschrauber praktisch unmöglich.

Eine Mannschaft vom Bergwachtdepot inklusive eines Arztes wurde dann auf rund 2000 Meter Höhe geflogen und machte sich von dort zu Fuß auf den Weg, die Wanderer zu retten. Sie erreichten die Beiden gegen 23 Uhr und begleiteten sie ins Tal. Gegen Mitternacht war der Einsatz dann beendet und alle Beteiligten strandeten wohlbehalten in der Wimbachgrieshütte.

Wie in vielen fällen war der Grund für diese Bergnot auch hier die Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit und unzureichende Kenntnis der Wettersituation im Hochgebirge.

PI Berchtesgaden/Aktivnews

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