Wissenschaftler aus Nepal und Tadschikistan zu Gast

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Berchtesgaden - 20 Nachwuchskräfte aus den Bergregionen des Himalaya, Hindukusch und Pamir besuchen derzeit verschiedene Schutzgebiete in Deutschland:

Ihr Deutsch ist überraschend gut. So gut, dass sie nach nur fünf Monaten Sprachtraining bereits Interviews im Bayerischen Fernsehen geben. Dhananjaya Paudyal aus Nepal und Shirin Aynulloev aus Tadschikistan sind seit zwei Wochen zu Gast im Nationalparks Berchtesgaden. Die beiden Naturwissenschafter nehmen an einem Fortbildungsprogramm für Führungskräfte der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) teil. Ein Team der Redaktion „Abendschau“ des Bayerischen Fernsehens begleitete die beiden GIZ-Stipendiaten kürzlich bei ihrem Erfahrungsaustausch mit Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel.

20 Nachwuchskräfte aus den Bergregionen des Himalaya, Hindukusch und Pamir besuchen derzeit verschiedene Schutzgebiete in Deutschland sowie im Alpenraum, um sich mit den Schutzgebietsmanagern über Konzepte und Maßnahmen im Naturschutz auszutauschen. Dhananjaya Paudyal aus Nepal und Shirin Aynulloev aus Tadschikistan haben sich den Nationalpark Berchtesgaden als Ziel für ein mehrwöchiges Praktikum ausgesucht. Die GIZ führt die so genannten „International Leadership Trainings“ unter dem Titel „Planung und Management nachhaltiger regionaler Entwicklung in Bergregionen des Himalaya – Hindukush – Pamir“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durch. Die Teilnehmer der Programme sind in ihrer Heimat ebenfalls in Schutzgebieten oder Umweltministerien tätig und verbringen insgesamt ein Jahr in Deutschland. Ziel des Austauschs ist die Förderung internationaler Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung.

Das Bayerische Fernsehen mit Redakteurin Dr. Patrizia Wackers begleitete die Stipendiaten kürzlich auf einer Exkursion mit Nationalparkleiter Dr. Michael Vogel durch das Klausbachtal. Auf dem Weg von der Wildfütterung zur Bindalm informierte Dr. Vogel informierte die Gäste über aktuelle Forschungsprojekte im Nationalpark sowie über die Maßnahmen zum Waldumbau und Strategien zur Besucherlenkung. Auf der Bindalm erläuterte Sennerin Marianne Schmuck die Aufgaben und Herausforderungen der Almwirtschaft in der heutigen Zeit. Eine traditionelle Brotzeit mit frischer Milch und hausgemachtem Käse überzeugte die beiden Besucher von den kulinarischen Vorzügen der Alpenregion. Während Dhananjaya Paudyal schon in wenigen Tagen weiterreist, um sich in einem Schutzwaldprojekt in Bayern zu engagieren, bleibt Shirin Aynulloev aus Tadschikistan noch bis Ende September im Nationalpark Berchtesgaden um in den Bereichen Schutzgebietsmanagement und grenzübergreifende Kooperationen mitzuarbeiten.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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