Wildfütterung - neue Besucherattraktion im Nationalpark

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Der erste Schnee ist gefallen und schon bald werden sich die Hirsche in der neu gestalteten Wildfütterung im Klausbachtal einfinden. Michael Vogel (2.v.r.) überzeugte sich vom Fortschritt der Arbeiten am neuen Besucherbereich der Schaufütterung. Hans Maltan (2.v.l.) erläuterte die noch ausstehenden Bauarbeiten anhand einer Skizze. Revierleiter Werner Vogel (l.) und Berufsjäger Christian Willeitner (r.) begleiten das Projekt wildbiologisch und stellen sicher, dass mit der neuen Besuchereinrichtung keine Störungen für das Rotwild entstehen.

Ramsau - Im kommenden Winter können sich die Gäste der Wildfütterung im Klausbachtal über einen attraktiven, neu gestalteten Besucherbereich freuen.

Ein Palisadenzaun aus Lärchenholz ersetzt ab sofort den alten Maschendrahtzaun. Der rund elf Meter hohe Holzturm ermöglicht künftig das Beobachten der Tiere von zwei Aussichtsplattformen in drei und sechs Metern Höhe.

Die neue Gestaltung ermöglicht den Besuchern durch neue Perspektiven und versteckte Einblicke ein intensiveres Naturerleben. Sowohl für Gruppen als auch für Einzelbesucher wird der Besuch der Winterfütterung damit spannender und abwechslungsreicher gestaltet.

„Es wird nicht länger ausschauen wie in einem Wildpark“, verrät Nationalpark-Mitarbeiter Hans Maltan über die Neugestaltung der Wildfütterung im Klausbachtal. „Der gradlinige Drahtzaun ist verschwunden, jetzt stehen natürliche Holzelemente, geschwungene Formen und verschiedene Beobachtungs-Ebenen im Vordergrund“. Der alte Zaun an der Wildfütterung hatte ausgedient, die Stämme waren in den Jahren morsch geworden und drohten zusammen zu brechen.

Der Palisadenzaun aus Lärchenholz ist Teil der Neugestaltung der Wildfütterung im Klausbachtal. Die Arbeiten am Zaun sind mittlerweile abgeschlossen.

Ein Höhepunkt der neuen Wildfütterung ist der rund elf Meter hohe Beobachtungsturm. Auf zwei Aussichtsplattformen in sechs und drei Metern Höhe haben Besucher künftig die Gelegenheit, die Hirsche aus einer bislang unbekannten Perspektive zu beobachten. Auch Besucher mit Bewegungseinschränkungen können über eine barrierefreie Rampe die erste Aussichtsebene erreichen.

„Auf die verschiedenen Aspekte der Barrierefreiheit haben wir bei der Planung besonders großen Wert gelegt, um die Wildfütterung auch für Besucher mit Bewegungseinschränkungen möglichst barrierearm erlebbar zu machen“, betont Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel. Und ergänzt: „Mit der Neugestaltung werden wir ein noch attraktiveres Angebot für die rund 15.000 Besucher der Wildfütterung in dem Wintermonaten schaffen.“

Aus dem Etat des Nationalparks ließ sich eine Baumaßnahme in der geplanten Dimension nicht finanzieren. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten mussten gefunden werden. Mit der Idee zur Neugestaltung des Besucherschwerpunktes bewarb sich der Nationalpark Berchtesgaden um Mittel aus dem „Pakt für Beschäftigung und Stabilität in Deutschland zur Sicherung der Arbeitsplätze, Stärkung der Wachstumskräfte und Modernisierung des Landes“ der Bundesregierung – kurz „Konjunkturpaket II“. Im Frühjahr 2010 kam die Zusage aus Berlin über 250.000 Euro, im Anschluss folgten die Detailplanungen und die Erstellung eines Modells, bereits Anfang August schrieb das Staatliche Bauamt Traunstein die Arbeiten aus.

Anfang September begann ein Tiefbau-Unternehmen aus Schönau am Königssee mit den Erdarbeiten, die mit dem Errichten des Palisadenzaunes nun beendet sind. Das Aufstellen des Turmes und der Aufbau der überdachten, barrierefreien Rampe liegen nun in den Händen einer Spezialfirma aus der Engedey, die in Kürze mit den Arbeiten beginnt.

Die Gemeinde Ramsau war von Beginn an intensiv in die Planungen zur Neugestaltung der Wildfütterung eingebunden, die Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung verlief stets reibungslos. Mit Beginn der Fütterung des Rotwildes im Dezember durch Berufsjäger Christian Willeitner werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Rund 60 Rothirsche und Hirschkühe mit ihren Kälbern finden sich dann in der neuen Wildfütterung ein. Am 25. Dezember beginnen die traditionellen Fahrten mit dem Pferdeschlitten zur Wildfütterung im Rahmen des Wanderprogramms des Nationalparks Berchtesgaden.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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