Wasser: Ressource und Lebensraum zugleich

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Gabi Kraller bearbeitet derzeit ein internationales Forschungsvorhaben zum Thema Wasser im Nationalpark.

Berchtesgaden - Die Nationalparkverwaltung Berchtesgaden führt derzeit ein internationales Projekt zum Thema Wasser durch.

Das ganze findet in Zusammenarbeit mit dem Institut für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen und der Universität Graz statt.

Kürzlich trafen sich Mitarbeiter der Projektbeteiligten in Berchtesgaden zur Besprechung der ersten Ergebnisse. Ziel der Forschungen ist die Erstellung eines so genannten „Wasserhaushaltsmodells“ für den Nationalpark Berchtesgaden. Damit sollen die hydrologischen Kreisläufe ebenso beschrieben werden wie die Dynamik der Schneedecken und der Karstwassersysteme in der Region.

„Zudem möchten wir herausfinden, wie sich der Klimawandel auf die Verfügbarkeit von Trinkwasser in unserer Region auswirkt“, erläutert Gabi Kraller, Projektbearbeiterin im Nationalpark Berchtesgaden. „Der Wasserkreislauf im Hochgebirge unterscheidet sich deutlich von jenen im Flachland, was für unser Projekt große Herausforderungen mit sich bringt“, so die Doktorandin.

Sie arbeiten gemeinsam an der Analyse der Trinkwasserressourcen für Berchtesgaden und Umgebung (v.l.): Gabi Kraller, Helmut Franz, Michael Warscher, Ulrich Strasser, Harald Kunstmann, Günter Kus und Thomas Marke.

Wichtige Daten für das Projekt liefern die Klimastationen im Nationalpark Berchtesgaden, die per Mobilfunk aktuelle Wetterdaten an das Rechenzentrum des Nationalparks liefern. Auch dem Quellwasser, der Grundlage der Trinkwasserversorgung der gesamten Region, schenkt das Projekt besondere Aufmerksamkeit. Gabi Kraller möchte unter der Leitung von Nationalpark-Forschungskoordinator Helmut Franz herausfinden, welchen Einfluss der Karst (eine im Nationalpark Berchtesgaden weit verbreitete Geländeformation) auf die Dynamik des Grundwassers hat.

Das Projekt läuft noch bis Ende 2011. Details zu dem Forschungsvorhaben gibt es auf der Webseite des Nationalparks unter www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de. Hier werden nach Abschluss der Arbeiten auch die Ergebnisse veröffentlicht.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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