War's das mit dem Sommer?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Schönau - War das nun das große Sommer-Finale 2011? Trotz der regnerisch-kühlen Temperaturen wollen wir die sommerliche Hitze der letzten Tage noch einmal Revue passieren lassen.

Der Himmel war strahlend blau. Die Temperaturen hatten die 30-Grad-Marke weit hinter sich gelassen. Alles was da noch half, war entweder ein Schleckeis oder aber der Sprung ins kühle Nass. Die Freibäder um die Ecke waren in diesen Tagen gut besucht. Plantschen, toben, Wasserschlacht – wer im Bad vorbeischaute, erhielt Einblicke der ganz besonderen Art. In jedem Fall feucht-fröhliche!

„Diese Woche waren wir sehr zufrieden“, sagt René Wachtel, Bademeister im Schornbad in Schönau am Königssee. Und auch im Aschauerweiher-Naturbad war die Stimmung bestens. Viele Gäste und Einheimische haben den Weg in die Freibäder gefunden, sonnten sich, zogenn ihre Bahnen, genossen ihr Schleckeis an einem schattigen Plätzchen im Freien.

Es ist Sommerzeit und ob man es glaubt oder nicht – die miese Laune hatte dieser Tage kaum eine Chance. Wo man auch hinsah – fröhliche Gesichter, glückliche Mütter, Kinder, die wild herumtobend ihre Ferien genossen. „Nicht jeder hat die Möglichkeit, zum Baden zu gehen“, bemitleidete eine junge Frau all jene, die im Büro sitzen mussten, und die, bei denen der Urlaub in weiter Ferne liegt. Sie selbst besuchte ein paar Tage in Folge das Freibad. So auch Hunderte andere, die vor allem mit ihren Kindern kamen, nicht nur einmal, sondern „immer wenn das Wetter schön ist.“

Die letzten heißen Tage im Schwimmbad...

Nicht ganz auf dem Besucherstand des vergangenen Jahres sei man in Schönau am Königssee, sagt René Wachtel während er auf der Bademeisterbank sitzt, Hut auf dem Kopf, der Sonnenschirm schützt vor den Sonnenstrahlen, die erbarmungslos den Boden erhitzen. Auf die Aufgaben des Bademeisters angesprochen, bleibt eine weitere Erklärung überflüssig: Ein aufgeregter Vater erscheint, „mein Kind wurde von einer Zecke gebissen“, sagt er. René Wachtel zückt eine Zecken-Schablone, die beim Entfernen hilft, reicht ein paar lustige Kinderaufkleber zur Beruhigung des Kleinen. „Alltagsarbeiten“, sagt Wachtel, der wenige Minuten später mit einem Insektenstich konfrontiert wird, fünf weitere Minuten darauf kommt ein älterer Herr, der auf eine Scherbe getreten ist, nun sieht man eine blutende Wunde an seiner Fußsohle. Von all dem kriegen die unzähligen Wasserratten nichts mit.

So ließ es sich aushalten: Badetag im Schornbad

Es wird weiterhin munter drauflos geplantscht, Plastiktiere schaukeln auf der unruhigen Wasseroberfläche. Andernorts rauschen wild schreiende Kinder die Wasserrutsche hinunter, hinein in das Becken. Nebenan vollführen wagemutige Akrobaten übermütige Sprünge vom Turm: Überschläge, Wasserbomben, grazile Kerzen – hinein ins kühle Nass. So geht es den gesamten Tag über. „In guten Wochen sind wir 80 bis 90 Stunden beschäftigt“, sagt René Wachtel, der Bademeister.

Ein paar Wochen Zeit bis die Freibäder schließen, hat man in den Gemeinden noch. Falls der Sommer doch noch einmal zurückkommt, besteht die Chance auf Verlängerung. Die Wasserratten würde das freuen.

kp

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser