„Heiße“ Oktobernacht mit zweistelligen Temperaturen

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Berchtesgaden - Der goldene Oktober macht mit sommerlichen Temperaturen von sich reden. Deutschlandweit war es teilweise die wärmste Oktobernacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. *Wettervorhersage*

Wenn es nicht noch so dunkel gewesen wäre, hätte es auch zu einem lauen Sommermorgen gepasst. In fast ganz Deutschland waren selbst die Tiefsttemperaturen noch im zweistelligen Bereich. An einigen Messstationen des Deutschen Wetterdienstes wurden sogar neue Rekordwerte für eine Oktobernacht aufgestellt.

Am mildesten war die Nacht zum Mittwoch in Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen) mit 18,1 Grad. Damit wurde der alte Rekordwert von 17,5 Grad am 4. Oktober 1966 überboten. Neue Stationsrekorde für eine Oktobernacht wurden zum Beispiel in Bad Hersfeld mit 16,5 Grad aufgestellt. Bisher standen hier 15,4 Grad am 1. Oktober 1961 zu Buche. Auch in Bendorf bei Koblenz wurde mit 17,4 Grad der alte Rekord von 16,6 Grad vom 3. Oktober 1985 überboten. Der absolute Deutschlandrekord für eine Oktobernacht wurde aber nicht geknackt. Hier steht weiterhin die Station Wernigerode im Harz mit 20,5 Grad an der Spitze.

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Die Ursache für eine solch milde Oktobernacht war eine sehr warme und feuchte Luftmasse, die von der Iberischen Halbinsel bis nach Deutschland eingeflossen ist. Da in der feuchten Luft der Himmel nachts meist stark bewölkt oder bedeckt war, konnte sich die Luft trotz der schon recht langen Oktobernacht kaum auskühlen und für dieses Sommergefühl mitten im Herbst sorgen. Auch der Mittwoch verspricht vor allem in der Mitte und im Süden Deutschlands nochmals sommerliche Temperaturen und vor allem im Süden von Baden-Württemberg und Bayern scheint dabei auch zeitweise die Sonne, so dass hier Gartencafes und Biergärten gut besucht sein dürften.

Vom Chiemgau über das Alpenvorland bis zum Oberrhein wird es mit verbreitet mehr als 25 Grad nochmals einen „Sommertag“ geben. Örtlich kann es sogar bis 27 oder 28 Grad warm werden. Solche Werte sind im Oktober schon sehr selten, stellen aber noch keine Rekordwerte dar. Schaut man in den meteorologischen Geschichtsbüchern nach, stehen dort im Südwesten Deutschlands auch Werte von knapp über 30 Grad. Der Spitzenwert wurde mit 30,8 Grad am 3. Oktober 1985 registriert.

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Dieses sommerliche Intermezzo geht aber ab Donnerstag auch im Süden Deutschlands rasch vorüber und schon in der Nacht zum Freitag muss man im Norden Deutschlands mit Bodenfrost rechnen. Hinter einer Kaltfront, die am Donnerstag langsam südwärts bis zu den Alpen vordringt, fließt dann deutlich kältere und trockenere Luft ein. So werden wir am Freitag mit Höchsttemperaturen von nur zwölf bis 18 Grad vorlieb nehmen müssen. Damit wird es dann tagsüber verbreitet kälter sein als in der Nacht zum Mittwoch.

Eine nächste, voraussichtlich noch markantere Kaltfront soll dann Deutschland im Laufe des Sonntags erreichen. Dahinter fließt dann polare Kaltluft ein und lässt Anfang nächster Woche die Schneefallgrenze in den Alpen und in den östlichen Mittelgebirgen auf rund 1000 Meter absinken. Vielleicht sollte der eine oder andere heute Nachmittag im Biergarten schon mal seinen Reifenhändler anrufen und einen Termin für den Aufzug der Winterreifen vereinbaren.

Rubriklistenbild: © dpa

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