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Während Umbaus: Doku Obersalzberg sucht neuen Chef

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Von: Martina Hunger

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Axel Drecoll
Axel Drecoll, bisheriger Leiter der Doku Obersalzberg wird zum 1. Juni Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. © picture alliance / Matthias Balk

Berchtesgaden - Derzeit wird die Doku Obersalzberg um einen Neubau erweitert. Die Ausstellungsfläche wird damit auf 1.200 Quadratmeter vervierfacht. Doch mitten während der Umbauphase soll es jetzt einen Leiterwechsel geben.

Im Jahr 1999 wurde die "Dokumentation Obersalzberg" eröffnet. Seit dieser Zeit beleuchtet die Dokumentation die Geschichte von Adolf Hitlers zweiten Regierungssitz und verbindet dabei die Ortsgeschichte des Obersalzbergs mit dem Schrecken der nationalsozialischen Dikatatur. Zu dieser Zeit erwartete man, dass die Ausstellung maximal 40.000 Besucher jährlich besuchen würden. Doch mittlerweile verzeichnet die Dokumentation einen Besucherrekord nach dem anderen. Mit dem Konzept hat sich die Ausstellung bei Berchtesgaden zu einem Publikumsmagneten mit internationaler Ausstrahlung entwickelt: Rund 170.000 Besucherinnen und Besucher zählt die Dokumentation mittlerweile pro Jahr. 

Um diesem Besucheransturm weiter gewachsen zu sein, wurde Anfang November  2017 der Grundstein für einen Erweiterungsbau gelegt. Die Ausstellungsfläche soll damit auf 1.200 Quadratmeter vervierfacht werden. Doch mitten in dieser Umbauphase wird der bisherige Leiter der Dokumentation, Axel Drecoll, den Obersalzberg verlassen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, wird der Historiker zum 1. Juni Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Seit Mitte Januar sucht das Münchner Institut für Zeitgeschichte (IfZ) nun einen Nachfolger als technischer Leiter mit Dienstort in München und Berchtesgaden. 

Laut Stellenausschreibung sucht das IfZ "eine Persönlichkeit mit

Vergütet wird die Stelle nach E 15 TV-L.

Wie es in der Stellenausschreibung weiter heißt soll der zukünftige Leiter die "laufenden Daueraufgaben und die inhaltliche Verantwortung für das Neubauprojekt" übernehmen. Wie die Süddeutsche Zeitung weiter berichtet, gibt der Freistaat Bayern mindestens 21 Millionen Euro für den Erweiterungsbau und für einen neuen Zugang zum unterirdischen Bunkersystem aus. Ursprünglich waren neun, dann 14 Millionen vorgesehen.

mh

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