Historische Salzsäumer unterwegs

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Berchtesgaden - Einfache Händler haben vor 200 Jahren das gewonnene Salz "exportiert" - die sogenannten Salzsäumer. Sie waren mit Packtieren über Berg und Tal unterwegs.

Da es im Mittelalter keine breiten Wege, geschweige denn Straßen über das Gebirge gab, wäre es auch nicht anders gegangen. Erst später schafften es die Salzsäumer, das "weiße Gold" mit Fuhrwerken nach Österreich und Italien zu transportieren. Von dort brachten sie Wein, Stoffe, Werkzeug und viele andere nützliche Dinge mit.

In Erinnerung an diese Zeit war zum Jubiläum "200 Jahre Berchtesgaden bayerisch" ein historischer Salzsäumerzug von Berchtesgaden über Ramsau in den Pinzgau unterwegs. Rund 30 Pferde und zwölf historische Fuhrwerke haben sich am Samstag und Sonntag auf den beschwerlichen Weg gemacht.

Salzsäumerzug durchs Berchtesgadener Land

Unterwegs wurde aber fleißig gefeiert. Am Salzbergwerk und im Markt Berchtesgaden, sowie in Ramsau beim Oberwirt und am Klausbachhaus wurden die Händler mit Musik und allerlei Schmankerl empfangen.

Das gesamte Programm gibt es hier

Am Klausbachhaus endete auch der erste Tag. Nach einer Übernachtung in der Engert-Holzstube machten sich die Säumer um 7.30 Uhr auf den Weg über den Hirschbichl-Pass. Wanderer durften den Zug natürlich begleiten. Aber Wegelagerer waren gewarnt: Wie anno dazumal wurden die Salzsäumer von bewaffneten Wachen begleitet! Und das bis St. Martin bei Lofer. Dort hat am Sonntagmittag ein großes Sommerfest stattgefunden.

red-bgl24/cz

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