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Urgestein geht in Rente

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Das letzte, echte „Urgestein“ verlässt den Nationalpark Berchtesgaden: Ernst Krüger (2.v.r.) geht in Rente. Der ehemalige Nationalpark-Leiter Hubert Zierl, der amtierende Leiter der Nationalparkverwaltung Michael Vogel (v.l.) sowie dessen Stellvertreter Roland Baier (r.) verabschiedeten ihn.

Berchtesgaden - Nach 32 Jahren Dienst in der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden hat sich Ernst Krüger Anfang März in den Ruhestand verabschiedet.

Der 65-jährige hat den Nationalpark von seiner Gründung im Jahre 1978 bis heute begleitet und wesentlich zum Aufbau sowie zur Akzeptanzförderung des Schutzgebietes beigetragen. Auf der Personalversammlung des Nationalparks wurde kürzlich sein Nachfolger, der 30-jährige Forstwirtschaftsingenieur Peter Niederberger aus Bayerisch Gmain, offiziell vorgestellt.

Krüger leitete schon die Geschicke des Nationalparks im forstlichen Bereich, da war sein Nachfolger noch nicht einmal geboren: Mit ihm verließ kürzlich ein echtes „Urgestein“ den Nationalpark Berchtesgaden.

Krüger, Forstwirtschaftsingenieur aus dem Altmühltal, hat alles persönlich erlebt: Als am 1. August 1978 die Verordnung über den Alpen- und den Nationalpark Berchtesgaden offiziell in Kraft trat, war Krüger zuständig für die enge Zusammenarbeit mit dem Forstamt Berchtesgaden, das zu Beginn des Nationalparks die Grundbesitz verwaltende Behörde war. Mit großem Engagement sorgte Krüger dafür, dass die Arbeiten des Forstamtes im Sinne des Nationalparks umgesetzt wurden. Eines seiner ersten großen Projekte im Nationalpark war die Sanierung der Watzmann-Überschreitung.

Neue Gesichter im Nationalpark Berchtesgaden: Peter Niederberger (l.) und Christian Willeitner aus Berchtesgaden (r.).

Bis zu seiner Pensionierung leitete der ehemalige Hobby-Drachenflieger den Nationalpark-Dienst. Diese und weitere Aufgaben hat sein Nachfolger Peter Niederberger von ihm übernommen. Der 30-jährige Forstwirtschaftsingenieur war nach seinem Studienabschluss an der FH Weihenstephan und der Staatsprüfung zunächst Förster im Privatwald bei Pfarrkirchen, bevor er zur Nationalparkverwaltung Berchtesgaden wechselte. „Ich freue mich sehr auf die herausfordernden Aufgaben im Nationalpark und auf die Zusammenarbeit mit einem kompetenten und motivierten Team“, betont der neue stellvertretende Leiter des Sachgebiets Parkmanagement.

Neben der Leitung der Ranger kümmert sich Niederberger künftig auch um die Forstrechte sowie um Nebennutzungen im Nationalpark. Ebenfalls neu im Team des Nationalparks ist Berufsjäger Christian Willeitner. Der 48-jährige aus Berchtesgaden ist seit dem 1. April Berufsjäger im Revier Klausbachtal. Mit den Hirschen in der Wildfütterung im Klausbachtal hat sich der gelernte Revierjagdmeister bereits angefreundet: „Am Anfang waren die rund 60 Tiere in der Fütterung noch sehr misstrauisch, aber auch hier geht die Liebe wohl durch den Magen“, schmunzelt Willeitner, der neben der Fütterung des Rotwildes auch für die Wildbestandsregulierung sowie für Wildtierforschung und die Ausbildung des Revierjägernachwuchses zuständig ist.

Willeitner hat die Nachfolge von Berufsjäger Michael Gröll angetreten, der kürzlich die Freistellungsphase seiner Altersteilzeit angetreten hat.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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