„Unterwasser-Abenteuer“ am Funtensee

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Traditionelle Begleiter der Kinderwanderung im Nationalpark Berchtesgaden sind die Mulis der Gebirgstragtierkompanie 230 in Bad Reichenhall. Rund 30 Soldaten und insgesamt 19 Tragtiere sorgten für den sicheren Transport des Gepäcks über rund 1000 Höhenmeter hinauf zum Funtensee. Auch als Streicheltiere waren die genügsamen Mulis bei den Kindern sehr beliebt.

Berchtesgaden - Bereits zum 28. Mal begleitete Nationalpark-Mitarbeiter Hans Stanggassinger rund 60 Kinder aus dem gesamten Landkreis Berchtesgadener Land zum Kärlingerhaus.

Den Transport des Gepäcks übernahmen 16 Mulis und drei Haflinger der Gebirgstragtierkompanie 230 in Bad Reichenhall, begleitet von rund 30 Soldaten. Für Erfrischung und Abkühlung auf den rund 1000 Höhenmetern von St. Bartholomä zum Funtensee sorgten kräftige Regenschauer. „In 28 Jahren Kinderwanderung sind wir selten so nass geworden. Mitten in der Saugasse hat der Himmel seine Schleusen geöffnet und bis zum nächsten Tag nicht mehr geschlossen“. Hans Stanggassinger ist ein wenig Mitleid mit seinen jungen, triefend nassen Gästen anzumerken. Rund zwei Stunden nach dem Beladen der Tragtiere am Königssee bestimmten bunte Regenjacken und Schirme das Bild in der Saugasse. „I bin scho noss bis auf die Unterhosn“ beschwert sich ein Bub aus Berchtesgaden. Pech auch für das Team des Bayerischen Fernsehens, das unter der Leitung von Stefanie Baumann für die Sendung „Wir in Bayern“ die Kinder begleitete.

„Unter diesen Bedingungen sind Filmaufnahmen natürlich eine echte Herausforderung“, so die Redakteurin. „Aber trotzdem sind die Bilder sehr beeindruckend geworden. Am Ende der Saugasse haben wir einige spektakuläre Aufnahmen gemacht, als die Kinder aus dem Nebel und Regen plötzlich direkt vor der Kamera auftauchten.“ Gesendet wird der Beitrag über die Kinderwanderung im Herbst 2009.

Angekommen im Kärlingerhaus hieß es als Erstes: Raus aus den nassen Kleidern. Nach dem traditionellen „Kampf“ um die besten Plätze im Bettenlager standen zum Aufwärmen einige Spiele mit dem Team der Umweltbildung auf dem Programm. Gemeinsam mit Kreisjugendpfleger Klemens Mayer vermittelten die Nationalpark-Mitarbeiter den Kindern spielerisch die Aufgaben des Nationalparks und die Bedeutung des Schutzes der heimischen Tiere und Pflanzen. Nach einem lustigen Hüttenabend hieß es um 22:00 Uhr: Hüttenruhe. Am nächsten Tag verhinderte der Dauerregen die geplante Wanderung zum Feldkogel. Doch Improvisieren ist für das Umweltbildungs-Team kein Problem: Mit einer „Kärlingerhaus-Rallye“ und musikalischen Spontan-Konzerten verging der Regentag wie im Fluge.

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