Über 500 ehrenamtliche Stunden an der Kunsteisbahn Königssee

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BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz (rechts) dankte den ehrenamtlichen Sanitätern für ihre Arbeit (v.l.): Hermann Scherer, Hans Ebner, Sabine Quetscher und Florian Halter.

Schönau am Königssee – Als nach insgesamt 29 Veranstaltungstagen die Saison an der Kunsteisbahn am Königssee zu Ende gegangen ist, haben die ehrenamtlichen Sanitäter des BRK zurückgeblickt.

Bei über 500 freiwillig geleisteten Stunden mussten die Einsatzkräfte im Schnitt pro Trainings- oder Wettkampf-Tag dreimal Erste Hilfe leisten, wobei insgesamt neun schwerer verletzte oder erkrankte Patienten durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in die umliegenden Kliniken abtransportiert wurden. „Auch an den Trainingstagen stand zur Absicherung an der Bahn immer ein Rettungswagen mit zwei Sanitätern und einem Arzt für Notfälle aller Art bereit“, erklärt der stellvertretende Berchtesgadener Bereitschaftsleiter Hans Ebner.

In der Zeit vom 23. November bis zum 16. Januar sicherte das Rote Kreuz insgesamt 29 Trainingsveranstaltungen und Wettkämpfe ab. „Da wir auch viele Dienste zur regulären Arbeitszeit unter der Woche besetzen mussten, haben die Bereitschaften Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Teisendorf eng zusammengearbeitet und einen gemeinsamen Personalpool aus ehrenamtlichen Sanitätern gebildet – somit stand immer jemand zur Verfügung“, berichtet der Reichenhaller Bereitschaftsleiter Florian Halter.

Bei einem Besuch am Königssee dankte BRK-Kreisgeschäftsführer Tobias Kurz den Ehrenamtlichen für ihre Gemeinschaftsleistung und lobte die gute Zusammenarbeit mit den Bahnärzten unter der Leitung von Dr. Andreas Leidinger und den Ansprechpartnern bei der Bahn, Markus Aschauer und Georg Eder.

Die diesjährige Saison hatte gleich am ersten Tag mit einem schweren Unfall begonnen: Während des Europacup-Trainings kollidierten am 23. November zwei russische Zweierbobs. Der anwesende Sanitätsdienst des Roten Kreuzes und der Bahnarzt kümmerten sich sofort um die Verletzten und forderten bei der Rettungsleitstelle Traunstein weitere Unterstützung an. Zwei Notärzte, zwei Rettungswagen und der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14" erreichten unverzüglich die Kunsteisbahn Königssee. Die nach erster Einschätzung schwer verletzte 20-jährige Bremserin wurde nach medizinischer Erstversorgung per Hubschrauber zum Klinikum Traunstein geflogen. Zwei Rettungswagen-Besatzungen des BRK brachten die 25-jährige Pilotin, den 21-jährigen Piloten sowie den 21-jährigen Bremser mit leichteren Verletzungen zur Kreisklinik Bad Reichenhall.

Pressemitteilung BRK BGL

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